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Migration und Klimawandel: Gibt es wirklich ein „globales genozidales Projekt?“

Martin Sellner, Chef der „Identitären Bewegung“, ist einer von jenen, die die ideologische Marschroute der „Neuen Rechten“ vorgeben.
Martin Sellner, Chef der „Identitären Bewegung“, ist einer von jenen, die die ideologische Marschroute der „Neuen Rechten“ vorgeben.Stefan Boness/ipon
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Die politische Rechte sehe den Klimawandel als eine Art „Flurbereinigung“ gegen die Überbevölkerung, sagte die Politikwissenschaftlerin und Aktivistin Natascha Strobl kürzlich bei einem umstrittenen Vortrag über Rechtsextremismus. Was steckt dahinter? Sarah Nash forscht genau zu diesem Thema und ordnete die politischen Narrative ein. Kritik übt sie auch an der Erzählung der Klimabewegung.

Das Migrationsthema wird wohl auch den bevorstehenden Nationalsratswahlkampf dominieren. Damit löst das Thema Zuwanderung auch in Österreich den Klimawandel als Nummer-Eins-Thema ab, der noch bei letzten Nationalratswahl 2019 Konjunktur hatte und die Grünen in die Regierung brachte.

Sowohl die politische Linke als auch Rechte schneidern sich diese beiden Metathemen so zusammen, wie sie am besten ihre Narrative daraus spinnen können. Zumindest sind die Zeiten vorbei, in denen die Rechte den Klimawandel einfach geleugnet hat. Die Politikwissenschaftlerin und Aktivistin Natascha Strobl attestierte rechten Strömungen zuletzt gar ein „globales transnationales genozidales Projekt“, indem sie aktiv zum Klimawandel und somit zu einer „Flurbereinigung“ in Sachen Überbevölkerung beitrage.

Die Empörung über diese Aussagen war groß, vor allem in sozialen Medien. Die Politikwissenschaftlerin Sarah Nash von der Universität für Weiterbildung Krems ordnet in diesem Podcast die politischen Narrative ein. Sie forscht seit einigen Jahren zum Thema Klimamigration und wie politische Parteien Klimawandel und Migration für ihre Agenden missbrauchen. Dabei kritisiert sie aber auch die Erzählung der Klimabewegung.

Gast: Sarah Nash, Politikwissenschaftlerin an der Universität für Weiterbildung Krems
Host: David Freudenthaler
Credits: Audiofunnel/Aaron Olsacher

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