Fahrzeugbau

Mehr als nur Dekor: Holzteile ersetzen Aluminium und Stahl

Bei manchen Autoteilen können die Vorteile von Holz gegenüber Stahl und Alu genutzt werden.
Bei manchen Autoteilen können die Vorteile von Holz gegenüber Stahl und Alu genutzt werden.Imago/Underworld
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Mehr heimisches Holz, weniger Blech: Damit will ein österreichisch-deutsches Forschungsteam die Herstellung von Autos ein Stück weit revolutionieren – und in Sachen Nachhaltigkeit einen Gang zulegen. 

In der Diskussion über mehr Umweltverträglichkeit in der Mobilität konzentriert man sich auf alternative Kraftstoffe, vergisst dabei aber oft auf die Hardware, auf das Auto selbst. Diese Ansicht vertritt Christian Kurzböck vom Grazer Forschungsunternehmen Virtual Vehicle Research GmbH – und hat sich der Forschungslücke gleich selbst angenommen. Er tüftelt am nachhaltigen Auto der Zukunft: einem Fahrzeug aus Holz.

„Nicht ganz aus Holz“, räumt der Wissenschaftler ein. „Unser Projektteam und ich wollen aber aufzeigen, dass es möglich ist, Holz nicht nur für Dekor-Elemente einzusetzen, sondern auch zur Herstellung von Strukturelementen. Damit soll Holz als unterstützender Werkstoff energieintensive Materialien wie Stahl oder Aluminium im Fahrzeugbau teilweise ersetzen.“

Die Vorteile: Holz ist als nachwachsender Rohstoff in ausreichendem Maß vorhanden, es ist kostengünstiger, „und es bringt Eigenschaften mit, die im Fahrzeugbau nützlich sein können“, so Kurzböck. Da sei zum einen die gute Steifigkeit in Faserrichtung, die in der Natur zur Stabilität des Baumes beiträgt und die es in der Produktion ermöglicht, Elemente zu konstruieren, die hohen Krafteinwirkungen standhalten. Zum anderen ist Holz sehr leicht. Hat es doch mit 700 Kilo Masse pro Kubikmeter weniger als ein Zehntel der Masse von Stahl (die liegt bei 7,8 Tonnen pro Kubikmeter). „Das bedeutet, man kann Strukturen herstellen, die bei wenig Gewicht sehr steif und stabil sind“, fasst Kurzböck zusammen.

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