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Servus TV liegt erstmals vor ORF 1 bei den TV-Quoten

Ziemlich flott, die EM-Sendungen bei Servus TV. Im Bild: Christian Baier und Jan Åge Fjørtoft.
Ziemlich flott, die EM-Sendungen bei Servus TV. Im Bild: Christian Baier und Jan Åge Fjørtoft. (c) Servus TV
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Im Juni hat der Salzburger Privatsender seinen Marktanteil verdoppelt. Die Spiele der EM bescheren Servus TV Plus den bisher besten Monat. Ein Plus bei ORF 1 traf auf ein Minus bei ORF 2.

ServusTV hat allen Grund zum Jubeln – und zwar verdient, wie viele Zuseher derzeit betonen: Der Marktanteil des Salzburger Privatsenders hat sich im Juni dank der Fußball-Europameisterschaft mehr als verdoppelt. Mit 11,3 Prozent lag ServusTV mit seinem besten Monat in der Sendergeschichte erstmals vor ORF 1. Der „Einser“ konnte zwar gegenüber dem Vorjahresmonat auch auf 9,5 Prozent Marktanteil zulegen, hatte aber weniger – und jedenfalls nur mäßig attraktive EM-Spiele im Angebot.

ServusTV war nach ORF 2 (18,6 Prozent Marktanteil) dank der teuer erstandenen Rechte an der Fußball-EM – der Preis dafür ist nicht bekannt – zweitstärkster Sender in Österreich. In der Kernzielgruppe der 12- bis 49-Jährigen lag der Privatsender mit 14,5 Prozent Marktanteil gar an der Spitze. Die Spiele des österreichischen Nationalteams waren mit Abstand am Zugkräftigsten: Die Partien gegen Frankreich und die Niederlande verfolgten im Schnitt 1,7 Millionen Menschen. Abseits der EM bescherte der Formel 1-GP in Spielberg (733.000 Zuseher) ServusTV hohe Einschaltquoten.

Und auch Nachrichtensendungen erzielten neue Bestwerte. Was vor allem dann nicht überrascht, wenn sie rund um die Spiele laufen. Die Nachrichten um 18:00 erreichten 14,2 Prozent in der Zielgruppe zwischen 12 und 49 Jahren, die Nachrichten um 19:20 immerhin rund zehn Prozent. Bei „ServusTV On“ zählen „Der Wegscheider“ mit 503.000 Views und die „Servus Nachrichten“ mit 365.000 Views zu den besten Formaten neben den Sportübertragungen. „ServusTV On“ steht aktuell bei über eine Milliarde gesehene Minuten und somit bereits im Juni auf dem Niveau des gesamten Vorjahres.

Plus auf ORF 1 und Minus auf ORF 2

ORF 1 verbuchte dank der Fußball-EM ebenfalls ein starkes Plus von über zwei Prozentpunkten in der Gesamt- wie auch der Kernzielgruppe. Meistgesehen war die 2. Halbzeit der Verlängerung zwischen England und der Slowakei mit 1,3 Millionen Zusehern. Abseits des Sports performte etwa die zu Ende gegangene 3. Staffel von „Soko Linz“ mit im Schnitt 426.000 Zusehern zur Zufriedenheit des Senders.

Bei ORF 2 ging es im Gegenzug wenig überraschend bergab. Mildernd wirkte die EU-Wahl-Berichterstattung, die am Wahlabend von 3,3 Millionen Menschen (weitester Seherkreis) zumindest kurz verfolgt wurde. Die „ZiB“ kam am 9. Juni mitsamt der ersten Diskussion der Spitzenkandidaten auf ca. 1,4 Millionen Zuseher. ORF III übertrug u.a. vom Wiener Donauinselfest, wobei der Auftritt von Wolfgang Ambros mit durchschnittlich 143.000 Zusehern meistgesehen war. Dahinter landeten Christina Stürmer (117.000) und Andreas Vitasek (100.000). Insgesamt blieb die ORF-Gruppe mit 31,4 Prozent Marktanteil (-0,2 Prozentpunkte) weitgehend stabil.

Puls 4 knapp vor ATV

Die ProSiebenSat.1Puls4-Gruppe fuhr bei allen ihrer vier Österreichsender (ATV, Puls 4, Puls 24, ATV2) meist leichte Rückgänge ein. Am kräftigsten waren diese bei ATV, das auf 2,2 Prozent in der Gesamt- und 3,5 Prozent in der fokussierten Kernzielgruppe abrutschte. Mit einer Staffel von „Ausnahmezustand in Lignano - Tutto Gas“ (13,1 Prozent Marktanteil in der Kernzielgruppe) performte der Privatsender überdurchschnittlich gut. Puls 4 landete in beiden Zielgruppen knapp vor ATV (2,3 Prozent bzw. 3,9 Prozent Marktanteil). Reichweitenstärkste Sendung war die EU-Wahl-Diskussionsrunde mit den Spitzenkandidaten. 168.000 Zuseher verfolgten sie im Schnitt, wobei die Sendung parallel auch auf Puls 24 gezeigt wurde und so in Summe einen Marktanteil von 12,3 Prozent erzielte.

Kaum Verluste gab es bei Puls 24 und ATV2. Auch Oe24.tv, der Sender der Mediengruppe Österreich, blieb in der Gesamtzielgruppe mit 1,4 Prozent Marktanteil stabil. (APA/red.)

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