Filmkritik

„Thelma & Louise“: Ein Film von damals, zwei Heldinnen von heute

Mit dem 1966 Thunderbird sind Thelma und Louise in die FIlmgeschichte
Mit dem 1966 Thunderbird sind Thelma und Louise in die FIlmgeschichte Rights Managed via www.imago-images.de
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„Thelma & Louise“ läuft wieder in den Kinos – und ist mehr als dreißig Jahre nach seiner Veröffentlichung immer noch aufrüttelnd, die Figuren erfrischend komplex.

Das mit dem Feminismus ist so eine Sache. Schon 1991 war er ein Reizthema, der Film „Thelma & Louise“ wurde nicht zuletzt deshalb viel diskutiert. Ob er denn wirklich als feministisches Werk gelten kann, in all seiner Brutalität, hatte man damals gefragt: Zeigt die Handlung nicht bloß Gräueltaten unter dem Deckmantel weiblicher Selbstermächtigung? Oder geht sie doch als feministische Parabel durch? Immerhin war es der erste Ballerfilm mit zwei Frauen in den Hauptrollen. Thelma und Louise wollen auf Reisen gehen (oder eher: den sozialen Normen und dem eigenen Alltag entkommen), begehen dann aber im Affekt, als Folge einer Beinahe-Vergewaltigung, einen Mord. Und müssen flüchten.

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