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Wie die Demokraten Joe Biden jetzt noch loswerden können

Überlässt US-Präsident Joe Biden die Kandidatur der Demokraten seiner Stellvertreterin, Kamala Harris?
Überlässt US-Präsident Joe Biden die Kandidatur der Demokraten seiner Stellvertreterin, Kamala Harris?Imago / Sipa Usa
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Nach dem jüngsten TV-Debakel von US-Präsident Joe Biden herrscht bei den Demokraten „absolutes Entsetzen“, sagt „Presse“-US-Korrespondentin Elisabeth Postl. Sie skizziert eine mögliche Exit-Strategie für den senilen Noch-Präsidenten, welche Rolle seine Vize, Kamala Harris, dabei spielt und welche möglichen Überraschungskandidaten sonst noch parat stehen.

Genau vier Monate sind es noch bis zur US-Präsidentschaftswahl Anfang November. Während Donald Trump trotz aller Gerichtsprozesse gegen ihn bei den Republikanern fest im Sattel sitzt, brodelt es bei den Demokraten gewaltig. Seit Monaten fragen sich hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand immer mehr Menschen, ob der 81-Jährige Noch-Präsident Joe Biden wirklich der Richtige für eine neuerliche Kandidatur ist.

Und dann, vergangene Woche, haben sich die Alters-Sorgen unter den demokratischen Spindoktoren in blankes Entsetzen verwandelt. Auslöser war das fast bemittleidenswerte Gestammel Bidens bei der TV-Debatte vergangene Woche gegen seinen Herausforderer Donald Trump. „Sein seit vielen Jahren äußerst enger Beraterkreis fällt Biden nun auf den Kopf“, analysiert „Presse“-US-Korrespondentin Elisabeth Postl im Gespräch mit David Freudenthaler.

Vier weitere Jahre Biden? Oder Harris? Oder doch ganz wer anderer?

Joe Biden soll die USA also noch einmal für vier Jahre regieren? Immer mehr Leute halten das angesichts des TV-Debakels von Biden für unmöglich. Und inzwischen wenden sich auch gewichtige Demokraten wie Ex-Präsident Barack Obama oder die langjährige Sprecherin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi von Biden ab, die ihm anfangs noch den Rücken gestärkt haben.

Doch wer könnte ihn ersetzen? Vize-Präsidentin Kamala Harris wäre die logische Alternative. Doch sie ist bei der Bevölkerung alles andere als beliebt. „Es gäbe Kandidaten, die politisch und rhetorisch stärker wären, als Harris“, sagt Postl. Ein breites Feld von demokratischen Gouverneuren bringt sich gerade in Stellung, um im November gegen Donald Trump anzutreten. Theoretisch wäre das noch möglich, doch am Weg dorthin gäbe es noch einige Hürden. Wer hätte die beste Chancen?

Im politischen Amerika herrscht also Hochspannung, wie es im Präsidentschaftsrennen nun weitergeht. Wie die Demokraten ihren senil wirkenden Kandidaten jetzt noch loswerden können, welche Rolle Vice-Präsidentin Kamala Harris dabei spielt und welche möglichen Überraschungskandidaten die Demokraten noch aus dem Hut zaubern könnten. Ein Gespräch zwischen „Presse“-US-Korrespondentin Elisabeth Postl und David Freudenthaler.

Gast: Elisabeth Postl, US-Korrespondentin „Die Presse“
Host: David Freudenthaler
Credits: Audiofunnel/Georg Gfrerer

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