Reportage

Uganda: Vom Überleben in den größten Flüchtlingscamps der Welt

„Es gab keinen anderen Ausweg als Flucht“ – Celina Lingo kam aus dem Südsudan nach Uganda.
„Es gab keinen anderen Ausweg als Flucht“ – Celina Lingo kam aus dem Südsudan nach Uganda. Stephanie Weber/Care
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Uganda in Ostafrika gilt als Vorzeigeland im Umgang mit Geflüchteten. Es sind vor allem Frauen und Kinder aus dem Südsudan, die hier Schutz suchen. Ein Besuch in den beiden riesigen Flüchtlingssiedlungen Bidi Bidi und Rhino Camp.

Das Datum weiß Celina Lingo noch ganz genau. Es war der 14. November 2016. Damals ist die junge Frau in Uganda angekommen. Mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Söhnen wollte sie vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat, Südsudan, ins sichere Nachbarland fliehen. An einem Montag überquerte sie die Grenze. Nur mit ihren zwei Kindern. Ihr Mann wurde auf der Flucht getötet.

Seit fast acht Jahren wohnt Celina Lingo nun im Nordwesten Ugandas. Ihr neues Dorf, bloß Village 4 genannt, liegt in Zone 5 am Rande von Bidi Bidi, das als das zweitgrößte Flüchtlingscamp der Welt bezeichnet wird (das größte liegt in Kenia). Viel eher gleicht es einem Dorf, nur ohne Anfang und Ende. Ein Dorf, das sich über eine so weite Fläche ausgedehnt hat, in die mehrere österreichische Landeshauptstädte nebeneinander passen würden. Lehmhäuser fügen sich an Hütten aus Planen, Verkaufsbuden und verdorrte Felder liegen nebeneinander. Bidi Bidi ist jener Ort, an dem 198.000 größtenteils aus dem Südsudan Geflüchtete Platz zum Leben zugewiesen bekommen haben. Trotz sengender Hitze, trotz ausbleibenden Regens versuchen sie, hier über die Runden zu kommen.

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