Aufgeschnappt

Die Seele verkaufen für die Akropolis

Touristen besuchen die Akropolis.
Touristen besuchen die Akropolis.Reuters / Louiza Vradi
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Es beginnt die Urlaubssaison und somit die touristische Begeisterung. Mit einem Trip in die Schweiz kommen wir billiger weg als exklusiv durch die Akropolis zu spazieren.

Ich sitze im Zug nach Südtirol und neben mir ein Pensionistenpaar aus Kalifornien. Sie geben sich die volle Ladung Europa: vier Wochen kreuz und quer durch den Kontinent, die spanischen Strände, die Festung Hohensalzburg, zwischendurch die Mona Lisa in Paris anschauen, Käse riechen in Basel und Schnitzel essen in Wien. Sie sind sehr lieb, wie sie mir am Handy Bilder zeigen von der Stadt, in der ich wohne. Von Österreich haben die beiden sehr geschwärmt, von der Architektur, dem Flair und – es war mir nicht bekannt, dass dieser Bereich so viel touristische Begeisterung entfachen kann – der Agrikultur.

Das Paar ist allerdings unterwegs nach Venedig, und damit beginnt schon das Problem für das restliche Europa. Nichts schlägt die Einzigartigkeit Venedigs. Die Amerikaner können noch mal sechs Wochen unterwegs sein, am Ende werden die Erinnerungen zwischen Grenoble, Bilbao und Köln ineinander verschwimmen, aber Venedig wird glasklar im Gedächtnis haften bleiben, davon bin ich überzeugt.

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