Leitartikel

Die Letzte Generation ist gescheitert, das Problem bleibt

Die Klimaaktivisten in Österreich bekennen nach mehr als zwei Jahren jetzt öffentlich: Sie wollen damit aufhören, sich an Straßen zu kleben oder Gemälde in Museen mit Farbe zu überschütten. Ist also alles wieder gut?

Eine Protestaktion der Letzten Generationim April 2023 in Wien.
Eine Protestaktion der Letzten Generationim April 2023 in Wien.APA / AFP / Joe Klamar

„Wir sehen ein, dass Österreich weiter in fossiler Ignoranz bleiben will … Die Gesellschaft hat versagt.“ Mit diesen pathetischen Worten haben die Klimaaktivisten der Letzten Generation zweieinhalb Jahre nach ihrer Gründung das Ende ihrer Proteste verkündet. Hat die Gesellschaft versagt, oder vielleicht doch eher die Letzte Generation?

Von Anfang an verfolgte die Gruppierung zwei Ziele. Erstens: Möglichst viel Aufmerksamkeit zu generieren. Das hat sie, so viel muss man ihr lassen, mit ihren umstrittenen Methoden erreicht. Eine breite Berichterstattung über Monate hinweg, in großen TV-Sendungen wird über Klimaschutz diskutiert, die Sprecherinnen der Letzten Generation mit dabei. Das muss eine lose zusammengewürfelte Gruppe von ein paar Dutzend Menschen ohne straffe Organisation erst schaffen.

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