Traumreisen

Wohin Promis 2004 verreisen, interessiert uns nicht die Bohne! Tolle Trip-Ideen haben wir selber genug – für alle fünf Kontinente und die Antarktis noch dazu!

Asien. Kollegin M.-A. hat ihrer Liebe für Serrano, Tapas und Rioja sowie schmalhüftige Matadore abgeschworen. Warum, war ihr nicht zu entlocken. Statt dessen sind jetzt Asiens Mandelaugen und immerfreundliche, wenn auch undurchsichtige Höflichkeit angesagt. Derzeit sonnt sie sich gerade an den Stränden Thailands oder shoppt in Bangkok. Ihr Wunschziel war Thailand zwar nicht, aber eines der letzten, das zu einem überzeugenden 999-er-Preis für zwei Wochen über Silvester zu kriegen war. Lieber wäre ihr ein Billigflug nach Hanoi gewesen, um vier Wochen lang mit dem Motorrad und dem Backpack durchs Land zu knattern, allein schon wegen des Ban Gioc Wasserfalls (Foto), in den sie sich schon in Wien verliebt hatte. www.vietnamtourism.com

Antarktis. Manche mögen kühle Sommer – heiß ist es, siehe Sommer 2003, auch in Wien. So einer ist Kollege R., unser Mr. Frost, dem es nirgends zu kühl und zu menschenfeindlich sein kann. Als bekennender Misanthrop ist R. natürlich  tierlieb ­Â– sofern das Vieh nicht zu den Haustieren zählt und Körpergrößen von Pottwalen bis zu Walrössern erreicht. Wenn kleiner, dann ist Schluss mit attraktiv. R. bevorzugt daher menschenleere Gegenden in Polnähe, am liebsten wäre ihm ein Trip rund um die Antarktis – den gibt`s aber nicht, dauert viel zu lange. Daher plant er, ein Wörtchen mit der Reederei Hapag Lloyd zu reden. Vielleicht ist auf einer der Antarktis-Expeditionsfahrten ja noch ein Posten in der Bordbibliothek oder in der Küche frei. www.hlk.de

Amerika. Den Franzosen und den frankophilen Kollegen S. wirdÂ’s vielleicht magerln, aber wir zählen Guadeloupe und alle Inseln, die in der Karibik so herumliegen, der Einfachheit halber zu Amerika. S. ist fast schon Stammgast auf Guadeloupe, wegen der Cross over-Inselküche (indische,  afrikanische, europäische und karibische Einflüsse), wegen der pflückfrischen Bananen (ab Plantage!), des Rums (ab Destille!), der nach 09/11 gepurzelten Preise, die praktischerweise in Euro firmieren, und nicht zuletzt wegen der kommoden Temperaturen zwischen 23 und 35 ° C (Luft) und 24–27 (Wasser). Die USA und Kanada liegen heuer überhaupt im Trend: Auch Kollege U. nutzt den starken Euro und gönnt sich ein paar Wochen Wildnis im Norden Amerikas, in Alaska & Kanada.

Europa. Kontinent für sicherheitsbewusste Dableiber, die nicht zu Hause bleiben wollen. Kennt man, kann nicht viel schief gehen, sogar mit dem Auto kommt man überall hin. Kollegin S., sonst atemberaubend stilsicher, urlaubt seit Jahren auf Rhodos imKreis ihrer rund 100 Verwandten, 50 davon sind halbe oder ganze Griechen. Heuer wird sie erstmals ein Familientabu brechen: Italien! Einmal eine Woche absoluter Luxus in Positano - ohne Kids -  im Leading Small Hotel of the World “Le Sirenuse“ als Gast des Marquese Sersale (www.lesirenuse.it); und setzt dann noch zwei Wochen drauf – 100 km weiter südlich in der Casa Passariello im Naturpark Cilento. Diesmal aber mit Kids, die der Schwiegerpapa aus Rhodos einfliegt (www.cilento-ferien.de).

Afrika.  Der Weltreisende unter den Kollegen ist K. Nie kürzer weg als mindestens vier Wochen. Kein Kontinent, auf den er seinen Fuß noch nicht gesetzt hätte, sofern die Temperatur (nie unter 25 Grad) und die Verpflegung stimmt (Vollpension oder Royal All inclusive, sprich Essen rund um die Uhr). Das Erstaunliche dabei: Er nimmt auf seinen Weltreisen immer ab. Heuer ist wieder mal Afrika dran: Gabun, Kongo, Zentralafrika (trotz einer Reisewarnung). K. liquidiert Omas Sparbuch und wird 16 Tage lang Regenwaldluft schnuppern, mit Pygmäen scheue Waldelefanten und Flachlandgorillas aufspüren oder vom Einbaum aus Krokodile bewundern. Auf dem Sparbuch lagen übrigens 5000 Euro. Den Rest auf den Grundpreis (5750 Euro) berappt er selbst. www.windrose.de

Australien. „Unter zwei Monaten mach ich`s nicht“, sagt unser Nesthäkchen I., das den Spitznamen „nice to have“ mit Fassung trägt. Australien steht ganz oben auf ihrer Wunschliste, was wir freilich mit Argwohn verfolgen: I. ist nämlich Kosmopolitin, scherzt fließend in allen Weltsprachen, scheut sich nicht, allein auch Länder zu bereisen, wo Frauen wie Kamele gehandelt werden und nimmt auch sonst alles sehr locker. Die Gefahr, I. an den legeren Australian Way of Life zu verlieren, ist groß. Wir werden unserer „Nice to Have“ aber nicht leichtfertig die Rutsche legen, sondern sie australienmäßig unter Kuratel stellen: Sie darf fahren, 27 Tage lang, muss aber heimkommen und mehrere Superstories abliefern. Das lassen wir uns ab 5530 Euro kosten. www.jet-touristik.com

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.