Wo Das Klima Immer Fein Ist: In den Keller statt ins Bad

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etzt wird wieder über das Wetter gejam mert. Weil es so schlecht ist, weil sich der Sommer nicht einstellen will. Es ist ja alles    so schrecklich. Voriges Jahr war es zu heiß, heuer ist es zu kalt. Am besten, man begibt sich dorthin, wo immer ideales Klima herrscht. In den Weinkeller.

Diese Woche ist etwa in Poysdorf der "Jazz & Wine Summer". Am Wochenende findet im Kamptal, genauer gesagt in Lengenfeld das Kellergassenfest statt. Sollte das Wetter wieder zum Spielverderber werden, dann bietet sich ein Abstecher ins Loisium in Langenlois an. Moderne Architektur gepaart mit feinen Weinen. Das ist doch eine ideale Schlechtwetter-Alternative.

Viele Winzer bieten mittlerweile Erlebnis jenseits der flüssigen Art an. Und mit flüssig ist der Wein gemeint, nicht der Regen. Etwa der burgenländische Top-Winzer Leo Hillinger in Jois. Sein neues Weingut ist längst auch ein Ausflugstipp für Baukunst-Begeisterte.

Oder doch nach St. Margarethen. Nicht nur in den Steinbruch, wo derzeit Verdis Aida aufgeführt wird. Dort ist auch das Weingut der Rosi Schuster. Sie ist bekannt für ihre Rotweine. Doch heuer ließ sie auch mit einem Weißwein aufhorchen, mit ihrem Sauvignon blanc.

Apropos Burgenland und Weißwein: Georg Preisinger aus Gols hat einen Weißwein kreiert, "genauso wie ich mir einen burgenländischen Weißwein vorstelle", wie er sagt. Preisingers Weißwein ist ein Cuvée aus Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay und Neuburger. Davon wanderte 15 Prozent ins kleine Eichenfass, 50 Prozent ins große Eichenfass. Herausgekommen ist ein Wein-Chamäleon. Trinkt man den Wein sehr kalt, dann präsentiert er sich fruchtig, frisch. Wird der Wein etwas wärmer getrunken, dann entfaltet er sich am Gaumen und wird breit und vollmundig.

Irgendwie passt dieser Wein ideal zum heurigen Sommer. Bei dem weiß man auch nicht, wie er sich präsentieren wird. Und wer weiß, wie erst der nächsten Sommer wird? Am besten, wir fangen gleich jetzt zu jammern an.

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