Buch, Film, Gebäck: Die Erotik weißer Haut

B
richt mitten im Februar überraschend der Frühling herein, fallen zwangsläufig die Hüllen. Verschwitzte Menschen schälen sich allerorts bei plus 20 Grad aus Kunstpelzjacken, werfen zu Pullovern verstrickte Schafwollberge ab und trennen Rollkragen ohne Rücksicht auf Verluste von der Restkleidung. Zum Vorschein kommt plötzlich - weiße Haut. Vom streng voyeuristischen Standpunkt aus die ultimative Form der Nacktheit, weil so gar nicht zum Betrachten bestimmt.

Oder wie Frankreichs neue Sexgöttin Ludivine Sagnier kürzlich zu ihrem Film "Swimmingpool" meinte, den sie hauptsächlich unbekleidet bestreitet: "Unanständig gebräunte Haut, Haar-Extensions, kein Gramm Fett. Diese Klischees klebe ich mir an meinen Körper. Sie sind meine Kleider." Oder andersrum: Erst unvorhergesehen ausgezogen, bleich und mit etwas Winterspeck, ist man wirklich vollkommen nackt. Also ausnützen, bis der echte Frühling kommt!

Wettergegerbt präsentieren sich die Protagonisten von "Fluch der Karibik" mit Johnny Depp (aktuell in ihrer Videothek). Wer Lust hat auf eine witzige Piraten-Klamotte (nicht mehr, aber auch nicht weniger), ist hier genau richtig. Ideal für einen Fernseh-Vormittag.

Die komisch-tragische Geschichte einer Freundschaft, die auch viel von einer Feindschaft hat, wird in Frank Goosens Roman "Pokorny lacht" erzählt - und in einem rosa Ami-Schlitten genackerpatzerlt wird auch.

Wenn wir schon beim Entblättern sind, backen wir noch Blätterteig-Tascherln. Zwiebel anrösten, Schinken, Champignon (oder ohne Fleisch nur mit Champignons und getrockneten Steinpilzen) und Crème fraîche dazu, nach Belieben würzen und in Blätterteig-Vierecke füllen. Mit Ei bestreichen und ins Rohr, bis der Teig goldbraun ist.

Und zum Abschluss noch eine Weisheit der guten Ludivine mit auf den Weg, die alles Gesagte wieder total relativiert: "Ob du nackt bist oder nicht, ist egal. Schön musst du sein!" Oder: Sexgöttin müsste man sein.

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