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ie Amerikaner marschie ren im Irak wieder - und die Kurse an den Weltbörsen machen es ihnen nach: Die Aktienmärkte starren derzeit offenbar wie gebannt auf die Kriegsfortschritte, Unternehmensnachrichten spielen dagegen kaum eine Rolle.
Der US-Vorstoß Richtung Bagdad trieb die wichtigsten europäischen Indizes am Mittwoch bis zum späteren Nachmittag jedenfalls um 3,5 bis fünf Prozent hoch. Wien war wieder anders, aber zwei Prozent Zuwachs waren auch hier drin. Die amerikanischen Börsen schlossen sich dem Trend nach der Eröffnung am Nachmittag mit Zugewinnen von rund zwei Prozent freudig an.
Kurzfristiges "Traden" mit Aktien ist in dieser Situation noch schwieriger geworden. Es gibt für Privatanleger derzeit also zwar Einstiegskurse - aber kein Einstiegsklima.
Ein kleines Sittenbild von der Wiener Börse: Dort wurde der Kurs von Manner bei 20 (!) Stück Umsatz um 99,98 Prozent hochgetrieben, jener von Bluebull gar um 150 Prozent - bei ganzen 350 gehandelten Papieren.