TV-Debatte entwickelte sich zu einem heftigen Schlagabtausch mit Untergriffen.
NEW YORK. Drei Einladungen hatte er abgelehnt. In der Nacht auf Donnerstag nahm Arnold Schwarzenegger aber an seiner ersten TV-Debatte mit vier weiteren Kandidaten teil, die Kaliforniens Gouverneur Gray Davis ablösen wollen. Kritik hatte es an dieser Debatte gegeben, weil den Teilnehmern die Fragen im Voraus gegeben worden waren.
Schwarzenegger war Zielscheibe harter Angriffe, er teilte aber auch ordentlich aus. Als er die unabhängige Kandidatin Ariana Huffington mehrmals unterbrach, meinte die: "Das ist die Art, wie Sie Frauen behandeln; das wissen wir ja." Schwarzeneggers Konter: "Mir ist gerade eine gute Rolle für Sie in ,Terminator 4' eingefallen." Was ihm umgehend negativ ausgelegt wurde: Im Film "Terminator 3" taucht der Maschinenmensch nämlich eine Frau mit dem Kopf in eine Klomuschel.
Huffington und Schwarzenegger gerieten mehrmals heftig aneinander. Als der gebürtige Österreicher der gebürtigen Griechin wieder einmal ins Wort fiel, replizierte diese: "Ich rede jetzt weiter, wir werden schon sehen, wer lauter mit einem ausländischen Akzent reden kann."
Die fünf Kandidaten präsentierten in der von CNN landesweit ausgestrahlten 90-minütigen Debatte ihre Ideen, vor allem, wie das Finanzproblem des "goldenen Staates" in den Griff zu kriegen sei. Schwarzenegger schlug massive Sparmaßnahmen vor; unter ihm werde es keine Steuererhöhungen geben. Das Schul- und Bildungssystem will Schwarzenegger ausbauen und vor allem die Nachmittagsbetreuung intensivieren.
Mit dem in Umfragen führenden Vizegouverneur Cruz Bustamante lieferte er sich einen Schlagabtausch zu Wirtschaftsfragen. Schwarzenegger zeigte sich gut vorbereitet, als harter Verfechter von Reformen und gab sich siegessicher: "Der nächste Gouverneur heißt Arnold."