Subaru Forester. Der SUV mit permanentem Allrad und Boxermotor ist kein Kraxler, dafür aber ein begabter Waldläufer.
WIEN. Würde Robin Hood heute im Wienerwald leben, würde er Subaru fahren. Den Forester 2.0, unter dessen Motorhaube in alter Subaru-Tradition ein Boxermotor werkt. (Die Frage, wen Robin Hood heute ausrauben würde, wollen wir in Zeiten wie diesen hier nicht stellen.)
Jedenfalls ist der Forester ein Waldläufer mit starkem Fahrwerk, mit dem man weich über Schotterstraßen und Feldwege gleitet. Hier kann er seine Stärke ausspielen, hier fühlt er sich zu Hause. Anders sieht es aus, wenn es mit dem permanenten Allrad im Gelände ans Eingemachte geht. Der Förster verfügt zwar über eine Rückrollsperre und Getriebeuntersetzung - diese ist allerdings kein Kraxelmodus wie bei klassischen Geländewagen, sondern steigert die Durchzugskraft in Schlamm, Gatsch und auf Steigungen. Wohnwagen-Besitzer oder jene, die auf steilen Hängen unterwegs sind (und dort anfahren müssen), werden das zu schätzen wissen. Im wirklichen Gelände mangelt es auch am Böschungswinkel und Bodenfreiheit (190 Millimeter).
Mit der zweiten Generation präsentiert sich der Forester optisch bulliger als der Vorgänger. Vorn hätte das Styling aber weniger konservativ ausfallen können. Apropos konservativ: Im Inneren dominiert in Plastik gefasstes Grau. Etwas mehr Inspiration und Mut wäre hier wünschenswert gewesen. Dafür passt sonst alles: Neben der recht kompletten Serienausstattung (Klimaautomatik, Sitzheizung, CD-Radio, Front- und Seiten-Airbags) gibt es Kleinigkeiten wie 12-Volt-Anschlüsse oder Nischen für Kleingepäck. Legt man die Rücksitze um, haben moderne Robin Hoods genügend Platz (bis zu 1500 Liter) für Raubzüge.
Das größtes Österreich-Manko der gelungenen Mischung für Forst und Straße bleibt: Es gibt keinen Diesel. Dafür gibt es den Forester 2.0 X samt einachsigem Anhänger bis 30. Juni im Kombiangebot statt 29.779 um 26.800 Euro.
Daten
Subaru Forester 2.0
Preis: ab 26.800 Euro
Motor: Vier-Zylinder-Boxer mit zwei Liter Hubraum
Antrieb: Permanent-Allrad
125 PS, Spitze: 180 km/h, Durchschnittsverbrauch: 8,5 l