Das erste Halbjahr bescherte der heimischen Wirtschaft eine weitere Enttäuschung.
Wien (apa/red.). Schlechte Nachrichten treffen einmal mehr von der Konjunkturfront ein: Schleppender privater Konsum, sinkende Investitionen der Unternehmen und rückläufige Ausfuhren halten das heimische Wirtschaftswachstum in Schach. Laut Wifo blieb das erste Quartal mit einem Wachstum von 0,5 Prozent im Jahresverlauf klar unter den Erwartungen, eine Besserung der Lage sei auch im zweiten Quartal ausgeblieben.
Für das Gesamtjahr wird das Wifo seine Konjunkturprognose für Österreich von 1,1 Prozent Wachstum auf unter ein Prozent senken. Welche Zahl letztendlich hinter die Null gesetzt wird, gibt das Wifo am Freitag bekannt. Sowohl das Wifo als auch das Institut für Höhere Studien (IHS) dürften sich an die jüngste Prognose der OeNB annähern. Die Notenbank geht davon aus, dass die heimische Wirtschaftsleistung heuer real um rund 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen wird.
Tristesse ist derzeit in der gesamten EU angesagt. Laut dem deutschen Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo herrscht derzeit einzig in zwei EU-Staaten relativ gute Stimmung. Nur Finnland und Dänemark rechnen für die kommenden sechs Monate mit einem Aufwärtstrend, besonders pessimistisch wird der weitere Konjunkturverlauf in Deutschland, Frankreich und Italien eingeschätzt.