Der Vergleich zwischen EM.TV und den Banken steht. Die Medienfirma erhält für das 16,7-Prozent-Paket nur einen symbolischen Preis.
MÜNCHEN (ag.). Im Streit um die Formel-1-Anteile der angeschlagenen Medienfirma EM.TV ist eine Lösung so gut wie perfekt. Die US-amerikanischen Banken JP Morgan und Lehman Brothers wollten sich dem Formel-1-Vergleich zwischen EM.TV und der Bayerischen Landesbank anschließen, teilte EM.TV am Donnerstag abend mit. Die restlichen Voraussetzungen des Vergleichs würden jetzt voraussichtlich innerhalb der kommenden zwei Wochen erfüllt sein. Damit kann auch ein noch anhängiges Gerichtsverfahren in Jersey beendet werden.
Nach der außergerichtlichen Einigung mit der Landesbank vom Februar sollen die letzten Formel-1-Anteile, die EM.TV noch besitzt, für 8,5 Millionen Euro an die Landesbank verkauft werden. Damit erhält EM.TV für das 16,7-Prozent-Paket praktisch nur einen symbolischen Preis. Das Unternehmen hatte im März 2000 rund 1,7 Milliarden Euro für eine 50-Prozent-Beteiligung bezahlt und später weiter aufgestockt. Im Zuge der Finanzkrise verkaufte EM.TV aber einen Großteil davon an die inzwischen insolvente KirchGruppe.
Nach dem Zusammenbruch der KirchGruppe kündigten die Banken die Vollstreckung an. Das Gericht in Jersey untersagte im Fall EM.TV aber zunächst die Verwertung per einstweiliger Verfügung. Erst nach Zustimmung auch der anderen Banken sollte das Gerichtsverfahren beendet werden.