Das hohe Handelsvolumen deutet auf den Höhepunkt der US-Aktienrally hin.
New York (bloomberg). Nach drei Monaten mit steigenden Kursen an den US-Börsen hat das Handelsvolumen am amerikanischen Aktienmarkt kräftig angezogen. Im Mai lag das durchschnittliche tägliche Volumen an der New York Stock Exchange 5,1 Prozent höher als im April, an der Nasdaq kletterte es sogar um 26 Prozent. Dieser Tage wurde das höchste Handelsvolumen des heurigen Jahres verzeichnet.
Einige Wallstreet-Händler sehen in dem hohen Volumen ein Zeichen für das Ende des derzeitigen Aufschwungs. Am Ende einer Rally legt das Handelsvolumen für gewöhnlich zu, argumentieren sie. Bis das Gros der Investoren überzeugt ist, dass ein guter Zeitpunkt zum Kaufen gekommen ist, ist die Rally nach Einschätzung der Händler größtenteils vorbei. "Ein hohes Handelsvolumen deutet meist auf einen Wendepunkt hin", sagt Robert Cohen, Händler bei J.P. Morgan Chase & Co. "Es dürfte eine Veränderung der Dynamik am Markt sein."
Ein hohes Handelsvolumen kündigt nicht immer fallende Kurse an. Es kann auch Vorbote eines Wechsels von einem Kursverfall zu einer Rally sein. In den vergangenen zwölf Monaten begannen zwei Kursrallys mit starken Handelsaktivitäten. Auf jeden Fall haben die US-Aktienfonds in den vergangen Tagen 3,6 Mrd. Dollar eingesammelt, so viel wie seit fast zwei Monaten nicht mehr.