Langweilige Unternehmen mit guten Bewertungen seien zu empfehlen, so Experten.
WIEN (ag./mk). Einen günstigen Einstiegszeitpunkt sehen Fondsexperten derzeit für Unternehmensanleihen der Euro-Zone. Unternehmensanleihen bieten höhere Renditen als Staatsanleihen, angesichts der erwarteten Konjunkturerholung und dem besseren Ausblick für Unternehmen sei zudem mit Kurssteigerungen zu rechnen.
Der Unterschied der Renditeprämie bei Emittenten mit erstklassiger Bonitätsnote (AAA) und Staatsanleihen ist gering, denn laut J. P. Morgan Chase liegen sie nur elf Prozentpunkte über den Staatsanleihen. Bei der Capital Invest werden dennoch Euro-Anleihen von "langweiligen Unternehmen" mit guter Bonität (von AAA bis BBB) wie etwa Swedish Match, dem australischen Telekomkonzern Telestra oder Reed Elsevier empfohlen. Aber auch die hochverzinsten, bonitätsschwachen "Ramschanleihen" erfreuen sich regen Interesses, berichten Fondsmanager und verweisen auf die starke Nachfrage nach der Vivendi-Anleihe. Die Emissionstätigkeit ist derzeit hoch: Zuletzt haben GE Capital (Bonitätsstufe AAA), der Pharmakonzern Glaxo-SmithKline (AA) und die Europäische Investitionsbank (AAA) Euro-Anleihen im Volumen von über 12 Mrd. Euro auf den Markt gebracht.