Bei der Allianz-Tochter Dresdner Bank sollen 4700 weitere Arbeitsplätze wegfallen. Investoren zeigten sich vom operativen Ergebnis enttäuscht.
München (ag). Nach vier Quartalsverlusten in Folge konnte der weltweit zweitgrößte Versicherungskonzern Allianz im zweiten Quartal 2003 dank einer Steuergutschrift einen Gewinn von 622 Mill. Euro erzielen. Auch im Gesamtjahr soll es schwarze Zahlen geben: "Ich wäre sehr enttäuscht, wenn wir ein Minus machen würden und glaube auch, dass derzeit nichts dafür spricht", sagte der neue Allianz-Chef Michael Diekmann am Donnerstag in München. Das operative Ergebnis der Allianz blieb mit einem Plus von einer Mill. Euro aber deutlich unter den Erwartungen der Investoren. Dennoch haben JP Morgan und Credit Suisse First Boston (CSFB) ihre Kursziele für die Allianz-Aktie auf 85 bzw. 88 Euro erhöht, da die Gewinnaussichten sich verbessert hätten.
Um die Profitabilität weiter zu steigern, setzt die Allianz bei ihrer Tochter Dresdner Bank noch einmal kräftig den Rotstift an: Dresdner-Chef Herbert Walter kündigte für die nächsten beiden Jahre den Abbau von zusätzlich 4700 Stellen an. Seit der Übernahme der Bank im Sommer 2001 hat sich diese als größter Verlustbringer im Konzern erwiesen. Die Bank verbuchte im ersten Halbjahr 2003 einen Vorsteuerverlust von 450 Mill. Euro.