Casinos Austria: Weniger Besucher - mehr Spielertrag

Mit neuen Angeboten und lockeren Bekleidungsvorschriften sollen neue Besucher angelockt werden.

WIEN (eid). Auch ohne Krawatte ins Casino - mit einer Lockerung der Bekleidungsvorschriften vor allem in touristischen Gebieten sowie der Verlängerung der Öffnungszeiten in den Tag will die Casinos Austria den Besucherrückgang stoppen. "Wir spüren die anhaltende Konjunkturflaute und die Unsicherheit, wie es mit den Pensionen weitergeht", umriss Casinos-Chef Leo Wallner am Freitag die aktuelle Situation.

Die Zahl der Besucher fiel im Vorjahr wohl von 2,8 auf 2,6 Millionen (im Inland) - und der Trend setzte sich im ersten Quartal fort. Aber wer kommt, bleibt länger und verspielt mehr Geld: Denn der Bruttospielertrag erreichte mit 227,8 Mill. Euro einen neuen Rekordwert. 64 Prozent kommen bereits aus Automatenspielen. Der Finanzminister kann sich über 152,5 Mill. Euro Steuern freuen. Der Umsatz stieg um 2,1 Prozent auf 327,6 Mill. Euro, der Jahresüberschuss um 1,1 Prozent auf zehn Mill. Euro.

Heuer rechnet Wallner bei Umsatz und Bruttospielertrag mit einem Plus von nur ein bis zwei Prozent. Neue Gäste sollen auch durch die EU-Osterweiterung kommen. Für heuer plant die mit 68 Casinos in 15 Ländern tätige Casinos-Austria-Gruppe weitere Spielstätten in der Schweiz und Südafrika, 2002 wurden zwölf neue Betriebe in Ungarn, der Schweiz, Südafrika und auf Schiffen eröffnet. In Griechenland soll demnächst eine Beteiligung am Casino Loutraki (südlich von Athen) eingegangen werden. Und in Bulgarien ist man am Lotteriengeschäft, das privatisiert werden soll, interessiert. Wallner hofft zudem, das aufgrund der politischen Unruhen seit Oktober 2000 geschlossene Casino in Israel wieder eröffnen zu können.

Das Internetgeschäft (win2day.at) wird 2004 in eine Gesellschaft ausgegliedert, die von Casinos Austria und der Tochter Lotterien gehalten wird. Im Internet werden pro Woche von 7270 Spielern 4,86 Mill. Euro umgesetzt, 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.