Ü
berraschend schlechte Arbeitsmarktdaten in den USA, die auf schwächere Wirtschaftsperformance hindeuten, aber ein freundlicher Auftakt an der Wallstreet: Die Anleger blicken derzeit wirklich ausschließlich in den Irak. Und von dort kamen Impulse für eine Art "Flughafen-Rally", nachdem amerikanische Soldaten die Einnahme des Saddam International Airport vermeldeten.
Freundlich auch Europa: Mit SAP nur ein einziger Kursverlierer im Dax. Auch in Wien zeigten die Kurse deutlich nach oben. Mit der Erste Bank, die ihren Anteil an der Ceská Sporitelna um weitere 3,1 Prozent auf 97,9 Prozent anhebt, blieb allerdings ein Index-Schwergewicht unter der Wasserlinie. Der Grund: Gewinnmitnahmen.
Nach der Stabilisierung an den Finanzmärkten versprühen jetzt immer mehr Experten verhaltenen Kurs-Optimismus für die zweite Jahreshälfte (siehe auch nebenstehenden Artikel). Allerdings: Jede kleine Wendung im Irak-Krieg kann die Kurse wieder gen Süden schicken, wie die derzeit reichlich nervösen Börsianer Kursabstürze nennen.
In den vergangenen Tagen haben sich die Börsen jedenfalls bemerkenswert resistent gegenüber den fortwährend tröpfelnden negativen Konjunkturdaten erwiesen. "Der Markt geht davon aus, dass die Wirtschaft drei bis sechs Monate nach dem schnellen Kriegsende im Irak anspringt", sagte ein New Yorker Experte. Wenn interessieren da schon "fundamentals". . .