Ruhe ist eingekehrt

T
hink positive: Es gibt keine Katastrophe, aus der man nicht noch Vorteile ziehen könnte. Während beispielsweise viele Anlieger immer noch ihre dramatischen Kursverluste der vergangenen Jahre beweinen, streifen andere schon fette Dividendenrenditen ein. Denn bei ausgewählten Aktien ist die Verzinsung des eingesetzten Kapitals durch Dividenden derzeit wirklich konkurrenzlos, weil bei einigermaßen fixierten Ausschüttungen die Rendite bei sinkenden Kursen steil nach oben geht.

"Spiegel-Online" hat sich die Mühe gemacht, die Renditen von großen DAX-Werten bei den aktuellen Kursen anzuschauen: TUI und Lufthansa bringen es etwa auf mehr als sieben Prozent, mehr als vier Prozent bieten unter anderem DaimlerChrysler, Metro, RWE und die Deutsche Post.

Aber auch in Österreich sind, wie ein Blick ins Kursblatt der "Presse" zeigt, Verzinsungen drin, die kein Sparprodukt und keine Anleihe auch nur halbwegs bieten können. Um die sechs Prozent und mehr sind beispielsweise bei der Constantia ISO, bei Flughafen Wien und bei Böhler-Uddeholm zu holen, OMV-Papiere rentieren zum derzeitigen Kurs mit rund 4,5 Prozent.

Der Wermutstropfen: Solche Verzinsungen errechnen sich natürlich nur, wenn man bei den derzeitigen Tiefkursen einsteigt. Wer den Weg nach unten von ganz oben mitgemacht hat, steht auch bei der Verzinsung durch Dividenden wesentlich schlechter da.

Dividenden werden auf absehbare Zeit das Rückgrat jedes Börsenertrags bleiben. Denn kursmäßig tut sich derzeit nicht viel. Am Dienstag gab es zwar überall kleinere Kursgewinne, aber wie es wirklich weiter geht, wagt niemand zu beurteilen.

Aber wenigstens die dramatischen Kursausschläge der vergangenen Tage sind jetzt weg. Der Markt wartet schlicht ab.

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