Der Personalabbau ist 2004 nicht abgeschlossen.
WIEN (eid). Die ÖIAG verpasst der Post im Hinblick auf die geplante Verheiratung nach Deutschland eine Schlankheitskur. Wichtigster Punkt in der Präsentation von Post-General Anton Wais am Freitag in der ÖIAG-Aufsichtsratssitzung: der Personalabbau. Betrug die Abbauquote im Vorjahr mit 1153 Jobs drei Prozent, so wird sie heuer auf fünf Prozent erhöht - das sind die bereits beschlossenen 1455 von derzeit 29.000 Arbeitsplätze.
Wieviele Jobs ab 2004 gestrichen werden, soll Wais offengelassen haben, er bekräftigte nur, dass der Personalabbau 2004 nicht abgeschlossen sei, verlautete aus der ÖIAG. Ursprünglich sah das Rationalisierungsprogramm Speed den Abbau von 6000 Stellen bis 2004 vor.
Wais, dem die von Beobachtern erwartete Kritik wegen des massiven Gewinneinbruchs bei der Post ("Die Presse" berichtete am Freitag) von ÖIAG-Präsident Alfred Heinzel erspart blieb, wurde aber mit einem Bericht der Investmentbank J.P. Morgan konfrontiert, die im Auftrag der ÖIAG verschiedene Szenarien für Partnerschaften vorgestellt hat. Die Alternative, dass die Post im Alleingang saniert und erst dann verkauft wird, soll nicht einmal mehr zur Diskussion gestanden sein.