Runde der Revanche in der Bundesliga

Austria, Rapid und Sturm wollen sich bei ihren Fans für die Niederlagen von vergangener Woche rehabilitieren. Bregenz wittert Chance, die Rote Laterne endlich loszuwerden.

WIEN (apa). Die 28. Runde in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga steht ganz im Zeichen der Revanche. Der überlegene Spitzenreiter Austria Wien will sich zum Start des letzten Meisterschafts-Viertels gegen die Admira ebenso für die 0:2-Heimniederlage vor einer Woche rehabilitieren wie Erzrivale Rapid für das 0:2 in Salzburg und Sturm Graz nach der 1:2-Schlappe in Ried. Pasching könnte mit einem Heimsieg über den ersatzgeschwächten GAK Platz zwei festigen, SW Bregenz mit einem Erfolg im Casino-Stadion gegen den FC Kärnten die Rote Laterne abgeben.

Daum will Leistung steigern

Die Wiener Austria hat mit dem Cup-Erfolg am Dienstag über Sturm nach zuletzt schwachen Darbietungen in der Bundesliga wieder Moral getankt. "Der Revanche-Gedanke ist für mich nicht primär. Wichtig ist, dass wir die Leistung vom Sturm-Match bestätigen und uns vielleicht noch steigern", erklärte Trainer Christoph Daum, der Kapitän Michael Wagner möglicherweise eine Nachdenkpause verordnen wird.

Djalminha hat nach wie vor Knie-Probleme und flog daher am Freitag nach Absprache mit der medizinischen Abteilung der Austria zu seinem Vertrauensarzt nach Spanien. Admiras Teamchef Raschid Rachimow weiß, dass eine Wiederholung der Sensation vom vergangenen Samstag ein schwieriges Unterfangen darstellt. "Aber wir müssen einfach wieder kämpfen und 100 Prozent geben", meinte der frühere Spieler der "Veilchen".

Grün-Weiß spielt für den Präsidenten

Eine harte Aufgabe steht auch Rapid mit dem Heimspiel gegen Salzburg bevor, nimmt man die stolze Frühjahresbilanz der Mozartstädter als Gradmesser. Nach dem 0:1 in der ersten Partie im neuen Jahr blieb die Söndergaard-Elf in sechs Spielen inklusive Cup ungeschlagen. Die Hütteldorfer wollen, auch angesichts der präsidialen Schelte von Rapid-Boss Rudolf Edlinger am Donnerstag, ihre teilweise tristen Auftritte im Frühjahr vergessen machen.

Angeschlagener GAK im Pasching

Von Personalsorgen wird hingegen der GAK vor dem Match in Pasching geplagt. Trainer Walter Schachner muss unter anderem auf die Stammkräfte Aufhauser, Kollmann und Pötscher verzichten. "Die Ausfälle treffen uns hart, daher wäre ich schon mit einem Punkt zufrieden", erklärte "Schoko". Sein Paschinger Widerpart Georg Zellhofer wertet dies aber nicht als Nachteil für die "Rotjacken". "Der Kader des GAK ist so groß, die können das locker verkraften", meinte Zellhofer und gab die Devise aus: "Unser Ziel ist es, nach dem Spiel weiter vor dem GAK zu liegen."

Sturm braucht drei Punkte

Für Sturm-Coach Franco Foda wäre ein Remis in Graz gegen Ried zu wenig. "Wenn wir gewinnen haben wir im Kampf um Platz zwei und drei noch alle Chancen. Sollte das nicht gelingen, wird es sehr eng", weiß der Deutsche um die Bedeutung des Spiels gegen die Innviertler, die nach dem Cup-Ausscheiden gegen Kärnten noch ihre Wunden lecken. "Jetzt sind die Spieler gefordert, wenn sie im Sommer auch noch bei uns sein wollen", meinte Trainer Gerhard Schweitzer, der im Schwarzenegger-Stadion "unbedingt punkten" will.

Bregenz wittert die Chance

Bei den Kärntnern ist mit dem Cup-Semifinal-Einzug wieder Ruhe eingekehrt. "Wir haben wieder zur alten Stärke zurückgefunden, der Sieg war für uns im Kopf eine Befreiung. Jetzt liegt der Druck bei den Bregenzern, sie müssen unbedingt gewinnen", erklärte der Klagenfurter Betreuer Johannes Haubitz. "Wir sind jetzt in jedem Spiel unter Druck", konterte Bregenz-Trainer Regi van Acker. "Die Mannschaft hat gut gearbeitet, ich bin für Samstag optimistisch", meinte der Belgier, dessen Mannschaft mit einem vollen Erfolg sogar auf Platz acht vorstoßen könnte, sollte die Admira gegen die Austria nicht gewinnen.

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