Österreichs Ski-Jäger wollen in Chanty Mansijsk überraschen. Björndalen ist der Gejagte.
CHANTY MANSIJSK (red.). 40.000 Menschen wohnen in Chanty Mansijsk, rund 2100 Kilometer nordöstlich von Moskau hinter dem Ural-Gebirge zu finden. Die Verwaltungsmetropole der sibirischen Erdöl- und Erdgas-Schätze kommt ab Samstag in den Genuss, die Biathlon-WM, für die sich 226 Aktive aus 34 Verbänden angekündigt haben, austragen zu dürfen. Ein exotischer Ort, allerdings dürften sowohl Lage als auch Temperaturen einen Urlauber- respektive Fan-Ansturm ausschließen. Der Weg zu WM-Gold führt in allen Herren-Bewerben über den Norweger Ole Einar Björndalen, der sich in Salt Lake City viermal Olympia-Gold holen konnte, mit neun Saisonsiegen überlegen im Gesamtweltcup führt. Als größte Konkurrenten werden der Weißrusse Dratschew, der Franzose Poiree und der Russe Tschepikow gehandelt. Auch Österreichs Ski-Jäger Perner, Rottmann, Gredler und Sumann haben ihr Gewehr für den Auftakt (Samstag; 10 km-Sprint) geladen. "Wir gelten als Außenseiter", sagt Perner, "können aber an einem guten Tag überraschen!"