Saliera: Versicherungssumme an den Bund

Laut Bildungsministerin Gehrer steht dem Bund als Eigentümer des gestohlenen Salzfasses die Versicherungssumme zu. Für KHM-Direktor Seipel ist das "nicht einsichtig".

WIEN (apa). "Die Versicherungssumme für die Saliera fließt dem Bund als Eigentümer des Objektes zu." So beantwortet Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) eine parlamentarische Anfrage, die von SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen anlässlich des spektakulären Diebstahles der "Saliera" in der Nacht auf den 11. Mai aus dem Kunsthistorischen Museum gestellt wurde. Weiterhin keine Angaben werden über die Höhe der Versicherungssumme gemacht. Die vorhandene Alarmanlage entspricht nach Gehrers Dafürhalten dem Stand der Technik.

Seipel: Zu früh

KHM-Generaldirektor Wilfried Seipel meinte dazu: "Es ist viel zu früh für eine solche Diskussion, denn die Ermittlungen sind längst nicht abgeschlossen. Und wir hoffen und beten, dass die Saliera wieder auftaucht". Gesucht werde die "Saliera" mindestens noch ein Jahr lang, meinte Seipel weiters. "Aber wenn diese Versicherungsfrage ansteht, wird schon zu klären sein, warum der Bund die Summe erhalten soll, und nicht das KHM. Das ist nicht einsichtig".

3,9 Mio. Euro für Sicherheitsvorehrungen

Für Sicherheitsvorkehrungen stehen dem gesamten KHM-Verbund (samt Theatermuseum und Völkerkunde Museum) laut Anfragebeantwortung jährlich 3,9 Millionen Euro zur Verfügung. Neben den Ausgaben für die technischen Anlagen und deren Wartung hat das KHM freiwillig eine Sockel-Versicherung mit der UNIQA abgeschlossen, denn auf Grund des Prinzips der Nichtversicherung für Bundeseigentum besteht keine Verpflichtung einer Versicherung für das überlassene Sammlungsgut. Seipel: "Wir haben nicht nur ein Sammlungsrecht, sondern auch ein Nutzungsrecht der Objekte. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist".

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