Werbeträger Privatauto: Kleben und bis 350 Â kassieren

Teure Leasingraten? Kein Geld für ein neues Vehikel? Wer bereit ist, sein Auto als Werbeträger zur Verfügung zu stellen, der kann sich etwas dazu verdienen.

Ein paar Bedingungen gilt es schon einzuhalten: Das Auto, das man als Werbefläche zur Verfügung gestellt werden soll, darf nicht älter als fünf Jahre sein. Und man sollte, wenn man den vollen Werbetarif kassieren will, irgendwo anders wohnen als in Hinterstinkenbrunn. Denn: Je mehr Menschen die Möglichkeit haben, das aufgeklebte Sujet zu sehen, desto mehr Geld gibt's dafür. Und zwar von der Agentur Eurodriver, die sich auf Autowerbung spezialisiert hat.

"Unsere Vision ist es, kreative mobile Werbesysteme zu einem fixen Bestandteil im Wirtschaftsleben zu machen", so Eurodriver-Geschäftsführer Johann Petz. Von seiner Idee, Privatautos als Werbeflächen nutzbar zu machen, profitieren jedenfalls beide Seiten: das werbende Unternehmen weiß sich mittels Überraschungseffekt einmal dort, einmal da wahrgenommen; der Autobesitzer wiederum kann sich relativ einfach ein wenig dazu verdienen.

"Wir zahlen zwischen fünfzig und 350 Euro im Monat", so Petz. Kommt darauf an, ob es sich um einen simplen Schriftzug oder gleich um ein Komplett-Design des Autos handelt. Und, wie gesagt: Es hängt auch von den Wegstrecken ab, die ein Autofahrer mit seinem Gefährt tagtäglich zurücklegt, wie oft er fährt, wo er sein Auto parkt . . . : "Wir erheben eine Art Profil, je nachdem wird dann ein Auto eingestuft. Und wir kontrollieren dann und wann, ob das auch eingehalten wird."

Nicht mehr sakrosankt

War bisher das Auto für die meisten sakrosankt - schon ein mit freiem Auge nicht wahrnehmbarer Kratzer kann so manche Laune nachhaltig verderben -, hat Petz das Gefühl, daß es den Autofahrern immer öfter nichts ausmacht, wenn ihr Gefährt als Werbeträger zweckentfremdet wird: "Es gibt viel mehr, die sich bei uns melden, als wir uns erhofft hatten." Und schließlich werden die kreativen Ideen am teuren Lack mit Spezialfolien umgesetzt, die problemlos und rückstandsfrei entfernt werden können. Wer mitmachen will, sollte jedoch auch Durchhaltevermögen mitbringen: "Im Durchschnitt laufen die Kampagnen ein Jahr."

www.eurodriver.at

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