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o einmalig wie man in Öster reich tut, war die Wahl Arnold Schwarzeneggers zum Gouverneur wieder nicht. Auch in Minnesota war vor vier Jahren ein "Mann von außen", ein Bodybuilder ohne konkrete politische Vorstellungen, auf der Welle der Popularität ins Amt des Gouverneurs getragen worden; auch Jesse Ventura hatte den Slogan von "The people's governor" auf den Lippen geführt. Auch im viel kleineren und daher leichter zu führenden Mittelwesten-Staat hatte die Bevölkerung nur eine "Biografie" und nicht ein politisches Programm gewählt.
Kann sein, dass Schwarzenegger seinen Freund Ventura anruft und um ein Rezept gegen politisches Scheitern ersucht. Denn Politik ist selbst in Hollywood mehr als die Ankündigung von Steuersenkungen. Schwarzenegger kann sich da auch noch bei einem anderen Freund erkundigen, bei George Bush Sen. Auch dieser hatte mit "Read my lips, no new taxes" eine Wahl gewonnen, dann aber nach Steuererhöhungen seine Wähler verloren.
Wenn beide Schwarzenegger richtig coachen, werden die Kalifornier sich vielleicht mit einem Action-Darsteller ins Bett gelegt haben und mit einem Gouverneur aufwachen. Vielleicht.