Glosse: Zu viele schlechte Nachrichten

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er Generalsekretär der UNO geht in direkte Kon frontation mit den USA und lehnt den Text der neuen Irak-Resolution ab; in Israel sterben bei einem Selbstmordattentat mindestens 20 Menschen, die Palästinenserführung scheint machtlos; Israel beschießt zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder syrisches Gebiet, wo wiederum die USA jene Massenvernichtungswaffen vermuten, die sie im Irak nicht finden: Eine derart geballte Häufung schlechter Nachrichten an einem einzigen Wochenende macht jede Hoffnung zunichte, dass der UN-Sicherheitsrat heute, Montag, bei seiner Sitzung irgendwelche Fortschritte zur Klärung der Situation im Nahen Osten erzielen könnte.

Vor kurzem gab US-Präsident George W. Bush zum ersten Mal offiziell zu, dass der Friedensprozess im Nahen Osten ins Stocken geraten ist. Mit Bomben und Raketen erhielt er jetzt die Bestätigung. Und wieder zeigte sich, dass die Krisen in der ganzen Region voneinander nicht zu trennen sind. Ohne Gesamtkonzept wird es immer wieder aufs Neue zur Eskalation kommen.

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