Muss man etliche Länder ganz von der Liste der Urlaubs-Traumziele streichen?
Jetzt also Kenia. Zwar gibt es keine offizielle Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums, jedoch: Es genügt, wenn London alle Flüge in das ostafrikanische Land streicht und die USA von Reisen abraten.
Ende 2002 war es nach einem Anschlag die Insel Bali, die man meiden sollte. Geht es nach den Warnungen, die nun ausgegeben wurden, muss man etliche Länder ganz von der Liste der Urlaubs-Traumziele streichen. Natürlich sind viele Staaten, allen voran die USA, sensibilisiert. Gerade die Geheimdienste warnen lieber einmal mehr, als sich wieder den Vorwurf anhören zu müssen, von nichts gewusst zu haben. Und wenn man Risiko vermeiden kann, sollte man das auch tun - mit oder ohne Warnungen. Dass etwa ein Wüstenurlaub in Algerien nicht ohne Risiko ist, war auch vor Entführung westlicher Reisegruppen bekannt.
Zweck des Terrorismus ist es, Länder zu destabilisieren - wie etwa Saudi-Arabien, dessen Führung wegen der Nähe zu den USA von Islamisten und wegen seiner Nähe zu Terroristen von den USA kritisiert wird; Zweck des Terrorismus ist es auch, allein durch die Angst vor Anschlägen das öffentliche Leben zu lähmen.
Terrorismus ist überall möglich. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Und wie der 11. September 2001 gezeigt hat, erfolgen Anschläge an Orten, zu einem Zeitpunkt und mit Mitteln, die man am allerwenigsten erwartet.