Bald wird also unser Gesicht von einem Computer in Zahlen gefasst und in Form von Nullen und Einsern auf dem Reisepass gespeichert werden.
Bald wird also unser Gesicht von einem Computer in Zahlen gefasst und in Form von Nullen und Einsern auf dem Reisepass gespeichert werden. Dann muss sich ein Beamter nicht mehr damit quälen, Ähnlichkeiten zwischen einem unansehnlichen Foto und dem Passinhaber herzustellen. Bei einer Einreisekontrolle schießt vielmehr der Computer ein Bild und vergleicht dieses mit den biometrischen Gesichtsdaten auf dem Reisedokument.
Einerseits ist es interessant, dass es so lange gedauert hat, bis die Exekutive auf klarere Merkmale als ein Foto setzt, um eine Person zu identifizieren. Andererseits ist es bedenklich, woher der Anstoß kommt: Eine neue Einreisebestimmung der USA schreibt die mit biometrischen Daten versehenen Pässe vor. Europa folgt brav - auch weil man damit den schwarzen Peter für die ungeliebte Maßnahme den USA zuschieben kann. Schließlich diskutieren verschiedene EU-Staaten seit langem über einen Fingerabdruck im Pass. Bedenklich ist die Einführung deswegen, weil zwar die Europäer per Computer lesbar werden. Im Gegenzug müssen sich aber die europäischen Grenzkontrolleure weiter mit einem Foto abmühen. In US-Pässen sind keine biometrischen Daten gespeichert.