Auch wenn Kinder und Mütter dem Bombenhagel im Irak entkommen, wird es aus Mangel an Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten zu einem Massaker kommen.
Dass Krieg "niemals Gutes bringt" weiß man seit über 2200 Jahren. Am 16. Tag des Irak-Krieges stellt sich eine Frage, die im 2. Punischen Krieg, als dieses Wort geprägt wurde, völlig irrelevant war: Wie ist die Zahl der Opfer auf beiden kriegsführenden Seiten zu begrenzen?
Zyniker können in den Überlegungen der übermächtigen US-Streitkraft, mit welcher Taktik sie entweder die eigenen Verluste oder jene der Iraker niedrig halten könnte, einen gewissen "Fortschritt" sehen.
Was aber die Zivilbevölkerung des Irak angeht, so erübrigen sich diese Überlegungen. Darauf hat das Kinderhilfswerk der UNO hingewiesen: Auch wenn Kinder und Mütter dem Bombenhagel entkommen, wird es aus Mangel an Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten zu einem Massaker kommen - in Bagdad und Basra demnächst.
Das bedeutet, dass ein rasches Kriegsende ohne Rücksicht auf alliierte Verluste herbei zu wünschen wäre. Wäre das dann "Fortschritt"? Der Begriff verbietet sich im Zusammenhang mit Krieg.