Kommentar zu einem Kommentar - Kein Auge auf Prüf-Agenden geworfen - Lugner bezahlt Geschenke statt Arbeit - Ratschlag für Bush - Bahn-Experiment?

Wird Kreiskys Aktenerbe Professor?, 23. Oktober S. 29

Als Vorsitzender der mit der Berufung eines Nachfolgers von Gerhard Jagschitz am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien befassten Kommission nehme ich zu dem Artikel Stellung:

Der genannte Artikel stützt sich offensichtlich auf Informationen, die ein Kommissionsmitglied dem Autor Hans Haider zugetragen hat. Durch diesen Text wird die Objektivität und Sorgfalt der Kommissionsarbeit, die keineswegs beendet ist (für die nächste Sitzung wurde ein Termin im Dezember 2003 ins Auge gefasst), in dem Maße bestritten, als Hans Haider dem Gremium die Verfolgung parteipolitisch motivierter Strategien ("erprobte Rezepte im akademischen Postenschacher" begünstigen einen Bewerber mit bestimmter politischer Orientierung) unterstellt. Zusätzlich werden im Hinblick auf künftige Entscheidungen in dieser Angelegenheit Vermutungen formuliert, welche den Rektor als Akteur in einem (vom Autor des Artikels imaginierten) Intrigenspiel ("dieses Feld ist schon bestellt") sehen wollen.

Ich protestiere hiemit gegen diese unseriöse Glosse, deren Niveau einer Zeitung vom Format der "Presse" unwürdig ist, da sie die sehr gründliche und verantwortungsbewusste Arbeit der Berufungskommission herabsetzt und die Universität Wien in der Person ihres Rektors unfair attackiert.

Univ. Prof. Dr. Fritz Peter Kirsch

Universität Wien

Kein Auge auf Prüf-Agenden geworfenTauziehen um die Bankenaufsicht, 23. Oktober

Es ist uns ein Anliegen, zu dieser Analyse zwei Punkte klarzustellen:

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat keinerlei Initiative gesetzt, jene Prüf-Agenden in der Bankenaufsicht, die derzeit bei der Oesterreichischen Nationalbank liegen, an sich zu ziehen.

Davon unabhängig ist die Frage zu sehen, wer - im Lichte des OGH-Urteils zur Pleite der BHI-Bank - für etwaige Fehler bei Prüfungen zu haften hat. Hier ist die rechtliche Analyse noch nicht abgeschlossen, geschweige denn die Diskussion, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind.

Die FMA bekennt sich vorbehaltlos zur Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank, wie sie vom Gesetzgeber vorgegeben und von beiden Institutionen mit Leben erfüllt wird.

Klaus Grubelnik
Mediensprecher der
Finanzmarktaufsicht

Lugner bezahlt Geschenke statt ArbeitRichard Lugner ein armes Mausi? Gläubiger widerrufen die Zusage zum stillen Ausgleich, 17. Oktober

Die Sanierungskanzlei teilte uns telefonisch mit, entweder wir sind mit 27,9 Prozent unserer offenen Rechnungen des Baumeister Lugner einverstanden, oder wir bekommen beim Konkursverfahren in zwei bis drei Jahren ein Prozent oder nichts. 1040 Firmen sind davon betroffen und auserwählten 39 Firmen (kleine Gewerbetreibende, die das besonders hart trifft) wird dieses Superangebot gemacht. Oder in drei Jahren nichts, denn Lugner hat alle seine Besitztümer bereits an die Banken verpfändet, wurde uns versichert!

Besonders erfreulich ist dann im ATV zu sehen, wie Baumeister Lugner seinem Mausi bei jedem Essen ein Geschenk überreicht, mit dem er unsere für ihn geleistete Arbeit bezahlen hätte können.

Im "News" liest man, dass Lugner ein Kinocenter bauen will (logisch für uns, wenn er 72,10 Prozent seiner Schulden nicht bezahlen muss).

Da wir aber in diesem Jahr schon zwei Mal durch Konkurse unsere offenen Rechnungen nicht beglichen bekommen haben, meinte unser Rechtsanwalt, wir sollen wenigstens die 27,9 Prozent nehmen, denn sonst können wir auch gleich Konkurs anmelden.

Besonders gemein habe ich empfunden, dass die Sanierungskanzlei uns versprach, dass wir die letzte Rechnung von 4070 Euro komplett bekommen werden, weil wir drohten, die Arbeit sonst einzustellen. Auch dieses Versprechen wurde nicht gehalten. Aber Baumeister Lugner mit seinem Mausi wird weiter im ATV und in gewissen Zeitungen hofiert, während unsere Tochter ihr Studium unterbrechen muss (sie hat sich einen Job besorgt), damit wir irgendwie über die Runden kommen.

Ich danke der "Presse", die als einziges Nachrichtenmagazin darüber berichtet hat!

Gudrun Hatzl
Mal-, Tapeten-, Anstrich-und Akustikarbeiten
1150 Wien

Ratschlag für BushUS-Präsident hetzt durch Asien, 22. Oktober

Statt in Fernost leere Kilometer abzuspulen und seine Position gebetsmühlenartig zu wiederholen, die ja mehrheitlich doch nicht akzeptiert wird, sollte Bush in Nahost Station machen und dort eine Friedenslösung erzwingen. Natürlich müsste diese einigermaßen balanciert ausfallen. Damit könnte dem internationalen moslemischen Terrorismus die von seinen Unterstützern behauptete moralische Berechtigung entzogen werden.

Dkfm. Peter Stifter
1180 Wien

Bahn-Experiment?Erprobte Strukturen der Bahn will man zerreißen! Ein Experiment? Man hat z. B. zwei Kinder und schenkt ihnen eine Eisenbahnanlage. Einem Lokomotive und Waggons, dem anderen Gleise und Bahnhöfe, so werden diese nun - statt schön zu spielen - eher bald streiten. Die Bahn also eignet sich nicht zum Experiment, sie dient zur Verbindung von Menschen entlang der Hauptstrecken und Nebenbahnen, Gütertransporten usw.! Haben jetzt wirklich nur die Dummen das Sagen bei uns?

Elisabeth Bader sen.
2544 Leobersdorf

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