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eter - Lifestyle. Clifford - Style. Tobi - Design. Und: Jan - Beauty! Vier Schwestern haben eine Mission: Aus Hetero-Trendmuffeln sollen möglichst abgefahrene Typen werden. Der Auftraggeber: RTL 2. Codename: "Schwul macht cool".
Doch hinter dem penetrant flapsigen Titel der neuen Reality-Soap, mit der der deutsche Privatsender seit neuestem sein Montag Hauptabendprogramm eröffnet, versteckt sich eine ziemlich biedere Vorher-Nachher-Show. Allerdings schnell geschnitten und ohne sterile Mode-Ladies und steife Puder-Quastel-Schwingerinnen, sondern mit vier erstaunlich locker und authentisch wirkenden Beratern. Schwul sind sie halt. Oder besser: Gott sei dank. Soviel Charme erwärmte schon seit langem keinen Fernsehabend mehr.
Nachdem in der ersten Folge das Heim und Outfit eines Lastwagenfahrers aufgemöbelt wurde, fiel die fidele Horde diesmal in eine stinknormale Studentenwohnung ein. Die schon direkt unsympathisch willigen Opfer: Caro und Bertl. Und dann hieß es vor allem eins: Augenbrauen-Zupfen, Wohnung ausmisten und natürlich "Shoppen, shoppen, shoppen!"
Genau hier wird die quirlige Angelegenheit unglaubwürdig. Eine Stehlampe mit echtem Korallen-Aufputz kann sich Caro von ihrem Nebenjob-Gehalt wohl nicht leisten. Auch nicht die Designer-Bettwäsche. Vom indonesischen Muschel-Vorhang gar nicht zu reden. Oder zerbricht am Morgen danach für das junge Paar sowieso die schicke Seifenblase - RTL 2 fährt mit dem LKW vor und schwupps, weg ist der ganze Zauber?
Was bleibt, wären dann wohl die Pseudo-Psycho-Tipps des Lifestyle-Beraters für die Beziehung der beiden, die schließlich ja wohl auch poliert gehört - ganz nach dem Motto: "Ihr beiden Süßen" müsst euch ändern, ändern, ändern. Von wegen Toleranz.