VERGESSEN SIE BAYWATCH, SYLT IST BESSERV
erliebte Jungs tanzen auf den Straßen, reiben sich die Nasen an den Frauen, die sich das gefallen lassen", heißt es in einem Song von Purple Schulz. Blöd nur, wenn sie es sich nicht gefallen lassen. Til, Sinan und Bramstedt waren einfach zu tolpatschig, zu direkt, zu schüchtern. Eine Dreierbande Looser ohne Hoffnung, beim gemeinsam umschwärmten Engel Lisa zu landen.
Weshalb sich die Helden jener luftigen Komödie mit dem unverdient seichten Titel "Beach Boys - Rette sich wer kann" (Donnerstagabend, ORF1) immer gründlicher daneben benahmen und sich mit ihrem recht eigentümlichen Balzverhalten beinahe um Kopf und Kragen brachten. Aber wie heißt es nicht so schön in dem Lied? "Und hat es erst mal Klick gemacht, dann hält sie keiner auf. Sie laufen vor Laternen, doch sie stehen wieder auf . . ."
Was Regisseur David Feldhusen da ins hübsche Ambiente der Insel Sylt gesetzt hat, ist beste Komödie: Entwaffnend, wie sich die drei naiven Kindsschädeln (David "Til" Winter, Toni "Sinan" Snetberger und Tobias "Bramstedt" Kasimirowicz) da zu sympathischen Narren machten. "Verliebte Jungs sind irgendwie wie Kinder - je verliebter, je jünger." Genau. Trotzdem fanden die Drei im feinen Sand von Sylt letztlich doch ein jeder sein Korn. Bzw.: Sie werden gefunden.
War ja auch kaum zu übersehen, wie Sinan samt dem Rettungsschwimmer-Hochsitz im Sturzflug auf (und bei) seiner Angebeteten landete. Dass gerade solche Szenen nicht zum billigen Teenie-Klamauk gerieten, das ist der schrägen Sichtweise des Films zu verdanken. Der fand dann auch ein nettes Ende: Jeder kriegt, was er verdient. Das darf auch als Nachricht an die Looser dieser Welt verstanden werden: Grämt Euch nicht! Es gibt Hoffnung.