CS setzt auch in Österreich Rotstift an, Mitbewerber UBS expandiert

Bei Vermögensverwaltern aus dem Ausland herrscht ein Kommen und Gehen.

WIEN (dom). Die Credit Suisse Group steckt in Ertragsproblemen, der Kurs der CS-Aktie ist seit Jahresanfang 2002 bis Ende Juni von rund 74 auf 28 Franken abgestürzt und liegt derzeit knapp über 30 Franken. Nun fährt die Konzernspitze einen straffen Sparkurs. Die Kosteneinsparung wirkt sich auch in Österreich aus. Wie aus Branchenkreisen verlautet, wird die für die Vermögensverwaltung zuständige Österreich-Tochter geschlossen. Übrig bleibt nur eine Repräsentanz. Die AG betreute hier vor allem Großkunden. Geschlossen werden soll auch die Linzer Geschäftsstelle der CS Vermögensverwaltung, die erst im April 2002 gestartet war.

Die CS ist nicht die erste ausländische Großbank, die Wien wieder verläßt. In der Vergangenheit hatten sich einige US-Banken zurückgezogen, zuletzt die niederländische ABN-Amro.

Total konträr ist die Entwicklung bei der anderen Schweizer Großbank, der UBS. Sie ist seit Jahren mit einer Repräsentanz in Wien vertretene UBS überlegt, den Standort Wien zu einer Filiale aufzuwerten. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte Dieter Wetzel, Leiter der Repräsentanz, im "Presse"-Gespräch: "Für uns ist Österreich aber kein schlechter Platz," meint Wetzel. Für eine Spitzenposition in der Filiale ist dem Vernehmen nach Michael Graf Medem im Gespräch. Medem kommt aus der Vereinsbank, war ursprünglich im Vorstand der Schoellerbank für das Firmenkundengeschäft zuständig und übersiedelte dann in die SKWB-Schoellerbank. Vor geraumer Zeit ist er dort aus dem Vorstand ausgeschieden.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.