Schweiz: Milliardenabflüsse

Die Steueramnestie in Italien führte vor allem in der Schweiz zum Abfluß von Milliardenvermögen.

BERN (sda). Die Schweizer Banken haben in den letzten Monaten wegen der italienischen Steueramnestie bis 15. Mai einen geschätzten Kapitalabfluß von mehreren Dutzend Milliarden Franken erlitten. Die betroffenen Banken und Organisationen geben nur zurückhaltend Zahlen preis.

Die Schweizerische Bankiervereinigung schätzt den Kapitalabfluß auf 30 bis 40 Mrd. Euro. Dieser Betrag betreffe jedoch nicht nur die Schweiz. Im genannten Betrag seien alle italienischen Vermögenswerte enthalten, die jetzt aus verschiedenen Ländern nach Italien zurückfließen, hieß es bei der Bankiervereinigung. Wie berichtet haben auch Tiroler und Kärntner Banken spürbare Abflüsse verbucht, Zahlen werden in Österreich ebenfalls nicht genannt.

Zurzeit sind keine detaillierten Zahlen über den gesamten Kapitalabfluß aus der Schweiz erhältlich. Weder die Schweizerische Nationalbank, noch die Eidgenössische Bankenkommission, die Bankiervereinigung oder das Eidgenössische Finanzdepartement wollten dazu Auskunft geben.

Bei den Banken gaben nur die UBS (8,6 Mrd. Franken/5,9 Mrd. Euro), die Credit Suisse Group (3 Mrd. Franken) und die Banca della Svizzera Italiana (4,5 Mrd. Franken) in den letzten Wochen ihre Zahlen bekannt.

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