Der angschlagene Medienkonzern soll sich mit sechs Banken über einen Kredit von einer Milliarde Euro geeinigt haben.
LONDON (ag.). Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal hat sich nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen mit sechs Banken über einen vorläufigen Kredit von einer Milliarde Euro geeinigt.
Damit wolle das Unternehmen kurzfristig seine Liquiditätssituation stabilisieren, heißt es. Nun verhandle Vivendi mit den Banken über weitere 2,5 Mrd. Euro.
"Der endgültige Betrag wird beschlossen, wenn das Management eine klarere Vorstellung über seine strategischen Pläne bekannt gibt", hieß es weiter. Die beteiligten Gläubigerbanken sind den Angaben zufolge BNP Paribas, Societe Generale, Deutsche Bank, Citigroup, Credit Lyonnais und CSFB.
Früheren Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen zufolge benötigt Vivendi zwei bis drei Mrd. Euro, um seinen kurzfristigen Verbindlichkeiten nachkommen zu können. In der vergangenen Woche hatte Vivendi mitgeteilt, über 1,8 Mrd. Euro Bargeld und freie Kreditlinien über 600 Mill. Euro zu verfügen. Demgegenüber würden im Juli Zahlungen in der Höhe von 1,8 Mrd. Dollar fällig, hatte es geheißen. Der aktuelle Schuldenberg des Unternehmens belief sich den damaligen Angaben zufolge auf rund 19 Mrd. Euro. Vivendi hatte betont, daß sich die Vermögenswerte des Konzerns höher als seine Schulden beliefen.