General Electric ist weiterhin das Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert der Welt.
WIEN (mip). Für Freunde der Statistik ist am Freitag Nachschub eingetroffen: Die britische "Financial Times" hat ihre jährliche Liste der 500 teuersten Unternehmen der Welt vorgelegt. Kriterium sind nicht Jahresumsatz oder Gewinn, sondern die Marktkapitalisierung, also der - theoretische - Börsenwert eines Unternehmens, der sich ergäbe, würde man sämtliche Aktien zum aktuellen Börsenkurs erwerben (FT-Stichtag dafür war der 28. März).
Bemerkenswert an der Liste ist, daß sich trotz des im November losbrechenden Enron-Skandals nichts an der Vorherrschaft der US-Unternehmen geändert hat. 238 Konzerne auf der Liste haben ihren Sitz in den USA, ein Jahr zuvor war es nur einer mehr gewesen.
Spitzenreiter ist unangefochten General Electric mit einem Börsenwert von 439 Mrd. Euro. (Damit wäre jemand, der nur ein Prozent von einem Prozent des Aktienkapitals von GE besitzt, fast 44 Mill. Euro schwer). Der nach dem Platzen der High-Tech-Blase etwas zerzauste Software-Konzern Microsoft hat sich vom fünften wieder auf den zweiten Platz vorgearbeitet und ist mit 385 Mrd. Euro das Dreizehnfache seines Jahresumsatzes wert.
Bis einschließlich Platz sieben finden sich ausschließlich Amerikaner (Exxon, Wal-Mart, Citigroup, Pfizer und Intel), dann erst kommt mit BP (Großbritannien) der erste "Ausländer". Österreichische Unternehmen befinden sich nicht in der Liste der teuersten 500: Tatsächlich sind alle 20 im wichtigsten Wiener Aktienindex zusammengefaßten Unternehmen zusammen knapp weniger wert als die Nummer 500 der Welt, Singapore Airlines (Börsenwert: elf Mrd. Dollar), allein.
Aus vergleichbar großen Ländern finden sich allerdings sehr wohl Vertreter: Belgien hat gleich fünf Konzerne unter den teuersten 500, Dänemark, Irland Norwegen und Finnland (Nokia!) je zwei, die Schweiz gleich zwölf (von Novartis mit Weltrang 22 bis ABB auf Platz 484). Aus ganz Afrika hat es übrigens auch kein Unternehmen geschafft. Dank des stärkeren Rubels sind Russen hingegen wieder mit dabei, allesamt Öl- und Gasriesen.
www.ft.com/ft500