Mit Jahreswechsel werden die portugiesischen Euro-Vorgängermünzen für wertlos erklärt.
WIEN (red./ag.) Wer Münzen aus der Vor-Euro-Zeit findet, muß sich in manchen Fällen beeilen. Schon mit Jahreswechsel werden die Escudo-Münzen als erstes Euro-Altgeld ungültig: Selbst Portugals Notenbank nimmt nach diesem Zeitpunkt keine dieser Geldstücke mehr zurück. Mit dem Umtausch aller anderen Währungen kann man sich noch ein bißchen Zeit lassen (der nächste Termin ist erst der 28. Februar 2004, wo Drachmen-Münzen letztmals bei der griechischen Notenbank getauscht werden können).
Allerdings wird es immer schwieriger, Verwendung für das alte Geld zu finden: Wer noch Schillinge findet, muß in den meisten Fällen den direkten Weg zu einer der bundesweit acht Kassen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) einschlagen. Diese wird zeitlich unbegrenzt und kostenlos die Schilling-Bestände in Euros umtauschen.
Nach dem Ende der offiziellen Umtauschfrist, die mit Ende Februar abgelaufen ist, wechseln nicht mehr alle Banken alte Schilling-Banknoten oder -Münzen in Euro um. In den meisten Fällen verweisen sie auf die Nationalbank. Eine andere Möglichkeit ist ein Einkauf bei der Textilkette C&A: Sie hat die Schilling-Rückholaktion, die ursprünglich nur eine Woche lang laufen sollte, bis 31. Jänner 2003 verlängert und bisher mehr als zehn Mill. S Umsatz damit erzielt.
Mit alten Lire-Scheinen kann man nicht nur in manchen norditalienischen Lokalen zahlen (siehe Bild), eine "Weihnachtsüberraschung" der besonderen Art hat sich die Polizei im italienischen San Lazzaro bei Bologna einfallen lassen. Verkehrssünder dürfen über die Feiertage laut italienischem Fernsehen ihre Strafen ausnahmsweise auch mit Lire-Restbeständen begleichen.