Der größte Anbieter in Kroatien wird privatisiert. Ein Drittel soll die Kirche bekommen.
AGRAM / WIEN (apa). Das höchste Angebot für die zur Privatisierung stehende größte kroatische Versicherung Croatia Osiguranje hat laut Lokalzeitungen die slowenische Triglav Osiguranje mit 130 Mill. Euro gelegt. Ein vergleichbar hohes Angebot für 51 Prozent sei von der österreichischen Uniqa gekommen. Sie vermuten hinter Triglav aber einen anderen geheimen Bieter, da die slowenische Versicherung nur geringfügig größer als die Croatia Osiguranje ist, und nennen dabei die deutsche Allianz. Auch die Grazer Wechselseitige hat angeboten.
Laut anonymen Regierungsquellen ist die kroatische Regierung bereit, der katholischen Kirche 30 Prozent der Croatia Osiguranje als Wiedergutmachung für die Enteignung von Kircheneigentum durch die Kommunisten nach dem Zweiten Weltkrieg zu überlassen. Das Erzbistum trug 1884 zur Gründung der Versicherung bei.