Ein Börsegang der Telekom-Austria-Handytochter wird derzeit geprüft, bestätigt Finanz-Staatssekretär Finz.
WIEN (dom/eid). Ein Solo-Börsegang der Telekom-Austria-Handytochter Mobilkom ("Die Presse", 9. Jänner) wäre nach Einschätzung von Finanz-Staatssekretär Alfred Finz vorstellbar. "Diese Variante wird derzeit von der ÖIAG untersucht," bestätigte Finz. Eine konkrete Entscheidung könnte bereits in den nächsten Wochen fallen.
Generell gelte der Privatisierungsauftrag für den gesamten Telekomkonzern nach wie vor, die ÖIAG habe aber "zeitlich und inhaltlich große Freiheiten". Die TA-Aktie sei für den heimischen Kapitalmarkt ein wichtiger Baustein, daher müsse man das weitere Vorgehen gut überlegen, verwies Finz auf das Risiko, daß mit einem Totalverkauf der TA auch die Aktie von der Wiener Börse verschwinden würde. Daß die gesamte TA an einen strategischen Investor geht, hält Finz für wenig wahrscheinlich. Mit der Kursentwicklung der TA-Aktie, die am Donnerstag ein neues Rekordhoch erreichte, ist Finz zufrieden.
Die Analysten des zur Citigroup gehörenden Investmenthauses SchroderSalomonSmithBarney sehen offenbar noch Aufwärtspotential und haben das Kursziel der TA-Aktie von 10 auf 10,40 Euro hinaufgesetzt. Gleichzeitig wurde die Gewinnprognose für heuer und 2003 aber von 0,15 auf 0,10 Euro je Aktie bzw. 0,47 auf 0,23 Euro gesenkt.
Die gesamte TA wird mit 8,5 Mrd. Euro (117 Mrd. S) bewertet, die Mobilkom allein mit vier Mrd. Euro. Als idealen Käufer nennt SSSB die Deutsche Telekom. Für sie habe aber derzeit Schuldenabbau Priorität.