Börsen am Abend

Trauriger Wochenausklang an den internationalen Kapitalmärkten.

Die Aktienmärkte Europas und der USA gaben am Freitag durchwegs nach. In Europa dominierten Gewinnmitnahmen bei jenen Werten, die zuletzt kräftig gestiegen waren, das Bild. Das Handelsvolumen war sommerlich dünn, besonders in London, wo die Aktienmärkte am Montag wegen eines Feiertags geschlossen bleiben und sich viele Händler bereits vorzeitig ins lange Wochenende verabschiedeten.

Deutliche Abschläge gab es für die Aktie des schwedischen Handyhersteller Ericsson. Sie verlor im Tagesverlauf über 16 Prozent, nachdem sie in den vergangenen drei Börsensitzungen um 67 Prozent zugelegt hatte. Auch die Versicherungstitel AXA und Zurich Financial mußten am Freitag einen Teil ihrer zuletzt erzielten Kursgewinne wieder abgeben. Unter Druck standen Chip- und Elektronikwerte nach einem Gewinneinbruch bei zwei taiwanesischen Chipherstellern.

Um mehr als fünf Prozent zulegen konnte hingegen die Fiat-Aktie. Sie profitierte  von Berichten, wonach Fiat 51 Prozent seiner Finanzsparte Fidis an die Gläubigerbanken verkaufen könnte. Kräftige Kursgewinne gab es weiters für Chemie- und Einzelhandelstitel.

Der Wiener Aktienmarkt schloß leicht im Minus. Rosenberger konnte nach guten Ergebnissen zulegen. Kursgewinne gab es auch für Wienerberger - legt am Montag Halbjahresbilanz - und AUA.

Kräftig erwischte es auch die US-Aktien. Im Dow Jones Index war zweiweise Coca Cola überhaupt der einzige Gewinner. Besonders die Hightech-Werte wie Intel wurden zerzaust, nachdem neue Analystenerwartungen ein eher düsteres Bild für das Wachstum des Computermarktes zeichneten. AOL und Citigroup kamen ebenfalls stark unter Druck - die einen wegen der Untersuchungen auf Bilantricks, die jetzt auch in Vorwürfen an die Manager mündet, sie hätten sich mit Aktienverkäufen unzulässig bereichert, die anderen wegen eines weiteren Verfahrens im Zusammenhang mit dem ehemaligen Staranalysten Jack Grubmann. Dieser hatte eine Kaufempfehlung für AT&T abgegeben - und daraufhin hatte die Citigroup einen millionenschweren Beratungsuftrag von AT&T erhalten.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.