Weltweit Verluste

Von den gestrigen Kurszuwächsen blieb nichts übrig.

Von den teilweise kräftigen Kurszuwächsen, die es im Verlauf dieser Woche an den internationalen Aktienmärkten gegeben hatte, war gestern nichts mehr übrig Fast weltweit dominierten die Verluste. Dazu trugen Gewinnmitnahmen bei einzelnen zuletzt stark gestiegenen Aktien ebenso bei wie die trüben Konjunkturaussichten und erneut aufgetauchte Bedenken über Bilanzmanipulationen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Wachstumsprognosen für die größten Industrieländer gesenkt und zugleich vor einer zu engen Verzahnung der Weltwirtschaft mit den USA gewarnt. Die Regierungen müßten dafür sorgen, daß die "Abhängigkeit von den USA als globale Konjunktur-Lokomotive" verringert werde.

Laut Schätzung der Federal Reserve Bank von Philadelphia wird die US-Wirtschaft in diesem Jahr um lediglich 2,3 (frühere Prognose 2,7) Prozent wachsen. Auch ihre Wachstumserwartungen für 2003 reduzierten die Notenbank-Volkswirte auf 3,0 von zuvor 3,4 Prozent.

Am Freitag eröffneten die US-Märkte mit deutlichen Kursverlusten. Besonders unter Druck standen AOL und Citigroup(siehe Seite 27).

Ebenfalls durchwegs in der Verlustzone bewegten sich bis zum späten Nachmittag die europäischen Börsen. Der Frankfurter Leitindex DAX lag um 16 Uhr mit 1,56 Prozent im Minus, der OMX in Stockholm - wo die zuletzt dramatisch gestiegene Aktie von Ericsson gestern schwer verlor - sogar mit fast drei Prozent.

Der Wiener Aktienmarkt verlor bis zum späten Nachmittag nur geringfügig. Deutliche Einbußen gab es für die beiden Energieversorger Verbund und EVN. Rosenbauer konnte sich nach guten Halbjahresergebnissen verbessern, auch Wienerberger und AUA hielten sich bis zum Nachmittag im Plus.

Die fernöstlichen Leitbörsen schlossen am Freitag überwiegend im Minus, nur Tokio konnte dank der guten US-Vorgaben und der Yen-Schwäche, von der die Exportwerte profitierten, zulegen.

Der Euro-Richtkurs lag am Freitag bei 96,97 nach zuletzt 97,70 Cent.

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