Börsen: Besserung nicht in Sicht

Abermals Rückschläge mußten die Aktienmärkte am Mittwoch hinnehmen, obwohl die Vorgaben aus den USA nicht so schlecht waren.

WIEN (red.). Weiterhin stark unter Druck befindet sich der deutsche Aktienmarkt. Am Mittwoch verlor das Börsenbarometer Dax mehr als zwei Prozent, obwohl Dow Jones und Nasdaq Composite Index in den USA mit einem Plus geschlossen hatten. In den USA hatten die Märkte am Dienstag unter anderem auf Grund der Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der wegen eines Arbeitskampfes gesperrten Häfen an der Westküste und solider Geschäftszahlen von PepsiCo rund ein Prozent zugelegt. In der Nacht zum Mittwoch hatte dann ein US-Gericht auf Antrag der Regierung die Öffnung der Häfen angeordnet.

Kursverluste mußten in Deutschland vor allem die Autowerte DaimlerChrysler, Volkswagen und BMW hinnehmen. Ein Frankfurter Händler sagte, der Sektor leide weiterhin unter einer schlechteren Einschätzung durch die Investmentbank Credit Suisse First Boston.

Auch Fresenius und ThyssenKrupp gehörten zu den Verlierern. Kursgewinne gab es hingegen für SAP, MLP und BASF.

An den meisten anderen europäischen Börsen war die Stimmung nicht ganz so schlecht. Paris und Madrid mußten kleine Rückgänge hinnehmen, bei den anderen wichtigen Märkten ging es nach oben.

Verluste verbuchte indes auch der Wiener Leitindex ATX, der gestern auf einem Jahrestief geschlossen hatte. Das Geschäft kurz nach der Eröffnung gestaltete sich laut einem Marktteilnehmer ausgesprochen ruhig. Auch die Umsätze blieben gering. "Hoffentlich hält die Marke von 1000 Zählern beim ATX", meinte ein Händler. Unter Druck waren Andritz und BWT. Auch Wienerberger zeigte sich nach den schweren Verlusten gestern nur kurz nach Eröffnung mit Kursgewinnen, rutschte dann aber wieder auf negatives Terrain.

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