Die Investmentbanken in New York stehen nach Angaben der FAZ vor dramatischen Veränderungen.
WIEN/NEW YORK. Umbruchstimmung an der New Yorker Wall Street. Die Investmentbanken überdenken ihre Geschäftsmodelle, seit ihr Ruf durch durch dubiose Geschäftspraktiken in Verruf geraten sind, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer Donnerstagsausgabe.
Mögliche Folge des Umdenkprozesses: Die Trennung von Analyse und Investmentbanking. Die Banken standen ja im Verdacht, daß ihre Analysten mit zu positiven Aktienbewertungen versucht haben, Aufträge für Beratungsaufgaben oder dem Emissionsgeschäft zu ergattern. Die Gehälter der Analysten hingen nicht selten vom Volumen des Investmentgeschäfts ab und erreichten bis konnte durchaus die 20 Millionen Dollar-Marke erreichen. Nun gehen einige Investmentbanken daran, das Gehalt der Analysten vom Erfolg des Investmentbanking abzukoppeln, um so das Vertrauen der Anleger wieder herzustellen.
Manche Banken, wie die Citigroup, sehen sich wegen der Interessenkonflikte mit Klagen in Millionenhöhe konfrontiert. Diskutiert wird auch die Errichtung von unabhängigen Analyse-Abteilungen oder die vollständige Abtrennung dieser Bereiche, schreibt die FAZ.