Negative Impulse aus den USA belasten die Europäischen Aktienmärkte. ATX und Dax verzeichnen allerdings Gewinne.
WIEN (red.). Durchwegs Abschläge verzeichneten die wichtigsten europäischen Aktienmärkte am Mittwochnachmittag. Sowohl französische CAC 40 Index gab um 0,3 Prozent der Londoner FTSE Index gaben um rund einen Prozent nach - der deutsche Leitindex Dax lag hingegen mit etwa 0,3 Prozent im Plus.
Händler hatten sich überwiegend bereits auf leichtere Kurse eingestellt: Aus den USA habe es keine positiven Impulse gegeben. Skeptische Aussagen von Hewlett-Packard hinsichtlich der US-Konjunktur würden die Aktienmärkte belasten - der Dow Jones schloß mit Abschlägen von 1,35 Prozent, die technologielastige Nasdaq mit einem Minus von 2,41 Prozent. Auch eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am Donnerstag durch die Europäische Zentralbank (EZB) werde keine Wende bringen: "Wir werden eine kurze Reaktion sehen, und dann geht es zum Tagesgeschäft", prognostizierte ein Händler.
Zudem gebe es auch die Sorge, daß die EZB womöglich überhaupt nichts unternehmen werde. Es gibt aber auch zuversichtlichere Stimmen. Jetzt werde darauf gehofft, daß gute US-Konjunkturdaten am späteren Nachmittag den Markt stützen könnten. Unter anderem wird der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe erwartet. Die Aktien von Fresenius und Altana legten am meisten zu, die Titel von Epcos, Infineon und Commerzbank gaben hingegen am stärksten nach.
Der Wiener Leitindex ATX stemmte sich gegen den allgemeinen europäischen Trend und lag am frühen Nachmittag um rund 1,80 Prozent im Plus. Marktteilnehmer rechnen für den heutigen Handelstag in Wien mit einem sehr ruhigen Geschäftsverlauf. "Viel wird sich angesichts der dünnen Meldungslage nicht tun", meinte ein Händler. Mehr als drei Prozent zulegen konnten die Aktien von OMV und Verbund, gefolgt von der Ersten Bank und Wienerberger mit einem Plus von jeweils fast drei Prozent. Abschläge verzeichneten hingegen Andrit (minus 1,90 Prozent), Uniqa (minus 1,16 Prozent) und Semperit (minus 1,04 Prozent).