Rückversicherung in stürmischen Zeiten

Die Swiss Re wurde nun von der Credit Suisse First Boston in den Klub der 30 Top-Aktien der Welt aufgenommen.

WIEN (mip). Die Investmentbank Credit Suisse First Boston hat am 30. November 2000 einen Korb von 30 Spitzenaktien erstellt - die "Global Top 30". Seit seinem Bestehen hat der Korb den MSCI AC World-Index um knappe 14 Prozentpunkte geschlagen. Nun gibt es einen Neuzugang: die Swiss Re. Ein Rückversicherer in Zeiten zunehmender Naturkatastrophen und Terrorangst?

Laut CSFB weist die Aktie als nicht-zyklischer Wachstumswert der Sachversichererbranche genau das Profil auf, das vor dem aktuellen konjunkturellen Hintergrund gefragt sei. Cash flow und Prämienvolumen seien sehr stark, die Reserven deutlich höher als bei den Konkurrenten. Aufgrund höherer Selbstbehalte der Erstversicherer wären auch die aktuellen Flutkatastrophen gut verkraftbar.

Auch sei der aktuelle Aktienkurs vernünftig. Gemessen am Embedded Value (eine etablierte Kennzahl, die Ertragsaussichten ebenso wie das Eigenkapital inklusive ausschüttbarer stiller Reserven berücksichtigt) sei der Kurs - bei Berücksichtigung der hohen Reserven - nur geringfügig höher als der Branchendurchschnitt. Die Hauptrisiken seien allerdings die schwachen Reserven der US-Tochter Lincoln Re sowie die 22-Prozent-Haftung für die Schäden des World Trade Center.

Gleichzeitig hat die Investmentbank Merrill Lynch ihre "reduce/sell"-Empfehlung für die Swiss-Re-Aktie bekräftigt. Das Unternehmen sei zwar gut unterwegs, aber der im Vergleich eher hohe Kurs lasse keinen Raum für enttäuschende Ergebnisse, die laut den - deutlich pessimistischer als ihre Kollegen prognostizierenden - Analysten wegen der schwachen Börsen und deren Auswirkung auf die Veranlagungen der Swiss Re nicht ausgeschlossen seien.

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