Uniqa kassiert in Vorarlberg doppelt

Die Verflechtungen zwischen PVA und privaten Versicherungen sind eng - personell und geschäftlich.

ST. PÖLTEN. Nach dem Zusammenschluß der Pensionsversicherungen der Angestellten und der Arbeiter zur PVA leidet diese unter akuter Raumnot. Besonders prekär ist die Situation in Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg. Als Zwischenlösung beschloß der Überleitungsausschuß die Anmietung neuer Büros.

Eine Entscheidung, von der hauptsächlich private Versicherungen profitieren. Ein der "Presse" vorliegendes internes Protokoll weist als Nutznießer nicht nur die Uniqa aus, die über einen direkten Draht zur PVA verfügt: Deren Generaldirektor Ewald Wetscherek (VP) sitzt im Aufsichtsrat sowohl der Uniqua als auch deren Tochtergesellschaft Collegialität (er ist allerdings nicht, wie zuletzt fälschlicherweise berichtet, Vorstandsvorsitzender der Uniqa).

In St. Pölten werden die Platzprobleme mit Hilfe der Allianz gelöst: Sie vermietet der PVA am Europaplatz Büroräume von 1986 Quadratmetern für monatlich 25.980 Euro. Weitere 700 Quadratmeter und zehn Parkplätze stellt die Interunfall für 8674 Euro bereit.

Das Provisorium soll bis zur Inbetriebnahme der neuen PVA-Landesstelle in St. Pölten dauern. Favorisiert wird ein Grundstück im Besitz der Uniqa. Auch in Eisenstadt kam die Allianz zum Zug. Fest in Uniqa-Hand ist das Provisorium in Vorarlberg: Die Firma kassierte von der PVA bereits ein Optionsentgelt von beachtlichen 62.469,12 Euro, nachdem ein Kauf nicht zustande gekommen war. Die Flächen werden nun von der PVA um monatlich 6834,67 Euro angemietet.


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