Uniqa-Classic. Tscheche Homolka gewann, Kohl zahlte Lehrgeld mit Strafe.
GROSSRAMING (-er). Das Finale der Uniqa-Classic war verzwickt, erst nach Protest stand Homolka (Tch) als Sieger vor Wegmann (D) fest. Der tragische Held aber hieß Bernhard Kohl, 21, U23-Sieger Henninger-Turm, der auf dem Sprung zu einem Podest-Platz schien. Konjunktiv.
Kohl packte Panik bei einem Defekt, tauschte mit seinem Kumpel Rucker (2. Henninger-Turm) das Rad, hätte es aber nicht dürfen, weil sie nicht für ein Team fuhren. So gab's zwei Strafminuten, die ihn auf Platz sieben (bester Österreicher) warfen. Ex-Profi Schönbacher ist überzeugt: "Er hat das Zeug, ein Großer zu werden - vom Talent ist er vergleichbar mit einem Sigi Denk, aber diszipliniert!" Einige Profi-Teams klopften schon an.
Klassement: 4. Etappe: (Gresten - Großraming; 131 km): Evans (Aus) 3:08:38 2. Kohut (Pol) 19 Sekunden 3. Obwaller (Ö) 22 4. Zberg (Sz) 49 5. Sunderland (Aus). - Endstand: Homolka (Tch) 16:04:45 2. Wegmann 2 3. Miorin (I) 3 7. Kohl (Ö) 2:08 8. Kohut 2:21 9. Fischerlehner 3:02 10. Morscher 3:02.